Fabian Cancellara derzeit in Hochform

Rad: Cancellara gewann auch Paris-Roubaix

Der Schweizer Fabian Cancellara hat eine Woche nach der Flandern-Rundfahrt auch den Radsport-Klassiker Paris-Roubaix für sich entschieden. Der Weltmeister im Zeitfahren degradierte die Konkurrenz am Sonntag bei seinem zweiten Triumph nach 2006 nach einer beieindruckenden Solofahrt auf den finalen 48 km zu Statisten und gewann die 108. Auflage über 259 km von Compiegne ins Velodrom von Roubaix.

Cancellara blieb zwei Minuten vor Thor Hushovd (NOR) und Juan Antonio Flecha (ESP). Der Steirer Bernhard Eisel, der als Mitfavorit gegolten hatte, belegte Platz 38 . Vor dem 29-jährigen Cancellara hatten das Kunststück, die beiden binnen einer Woche ausgetragenen Klassiker in Flandern und Nordfrankreich in einem Jahr zu gewinnen, erst neun Fahrer geschafft. Zuletzt war dies Vorjahressieger Tom Boonen aus Belgien im Jahr 2005 gelungen.

Die Konkurrenz um den dreifachen Roubaix-Sieger Boonen, der Fünfter wurde, hatte dem Antritt des Schweizers wie am vergangenen Sonntag nichts entgegen zu setzen und konnte dem Saxo-Bank-Profi in der entscheidenden Phase der mit 27 Kopfsteinpflasterpassagen gespickten "Königin der Klassiker", abermals nicht Paroli bieten. Zeitfahrspezialist Cancellara hatte sich bis wenige Kilometer vor dem Ziel sogar drei Minuten Vorsprung herausgearbeitet, ließ es dann aber gemächlicher angehen und konnte sich im Radstadion von Roubaix von tausenden Zuschauern gebührend feiern lassen.

Columbia-Profi Eisel hatte rund 100 Kilometer vor dem Ziel einen Defekt gehabt und kam kurz danach zu Sturz, daraufhin verlor er vor dem "Wald von Arenberg", einem berüchtigten Pflastersteinabschnitt, den Anschluss an die Spitzengruppe um Cancellara und Boonen und erreichte schließlich mit über neun Minuten Rückstand Roubaix. Der Kärntner Peter Wrolich (Milram) wurde 58.