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Wimbledon-Auftaktsiege für Favoriten

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Rafael Nadal und Andy Roddick haben ihre Auftakt-Hürden in Wimbledon souverän genommen. Als einziger Favorit leistete sich Nikolaj Dawydenko einen Patzer.

Nikolay Davidenko unterlag dem klaren Außenseiter Benjaminbecker aus Deutschland glatt in drei Sätzen. Becker, selbst nur Nummer 106 der Welt, schaffte mit einem 6:4,6:4,6:4 gegen Dawydenko seinen größten Coup auf dem "Heiligen Rasen". In den vergangenen sechs großen Turnieren war er nie über die erste Runde hinausgekommen. "Es ist schon lange her, dass ich ein Spiel bei einem Grand Slam gewonnen habe. Das ist ein großer Sieg für mich. Das muss ich erst mal realisieren", sagte Becker, der am Donnerstag gegen den Franzosen Arnaud Clement erstmals die dritte Runde der All England Championships erreichen will.

"Aufwärmen" für Nadal
Für Nadal geriet die Partie gegen den deutschen Grand-Slam-Debütanten und Qualifikanten Andreas Beck zum recht lockeren Aufwärmen. Der Spanier, der als heißer Tipp auf seinen ersten Wimbledon-Titel gilt, feierte beim 6:4,6:4,7:6 seinen 18. Sieg in Folge. Beck durfte es immerhin als Erfolgserlebnis verbuchen, den zweifachen Finalisten (2006,2007) ins Tiebreak des dritten Satzes gezwungen zu haben. "Ich bin mit meinem Service sehr glücklich", kommentierte Nadal seine 17 Asse. "Heute war aber erst das erste Match, ich muss mich weiter verbessern." In der zweiten Runde wartet der Lette Ernests Gulbis.

Auch Roddick hatte nach drei Sätzen sein Tagwerk erledigt, den Wimbledon-Debütanten Eduardo Schwank aus Argentinien mit 7:5,6:4,7:6 geschlagen. Der vom Nalbandian-Bruder Javier gecoachte Südamerikaner bereitete Roddick zwar einige Probleme, konnte dessen starkem Service letztlich aber nichts entgegensetzen. Nächster Gegner ist der Serbe Janko Tipsarevic. Die französische Nummer acht des Turniers, Richard Gasquet, wiederum ließ beim 6:3,6:4,6:2-Sieg gegen Mardy Fish (USA) nichts anbrennen.

Kein Umfaller bei Damen
Bei den Damen überstanden alle Favoritinnen den Dienstag unbeschadet. So lieferte die Nummer zwei des Turniers, Jelena Jankovic, eine überzeugende Vorstellung ab, schlug die Ukrainerin Olga Sawtschuk 6:3,6:2. Die Serbin brachte ihr Gegenüber mit zahlreichen kraftvollen Winnern unter Kontrolle und untermauerte ihren Anspruch, in Wimbledon erstmals über die vierte Runde hinauszukommen.

Maria Scharapowa, Nummer drei des Turniers, beeindruckte weniger mit einem klaren 6:1,6:4-Sieg gegen die Französin Stephanie Foretz, denn mit ihrem eleganten Top. Etwas härter musste Venus Williams beim 7:6,6:1-Erfolg über die Britin Naomi Cavaday arbeiten. Gegen die Nummer 197 der Welt wurde sie durch eine Biene, die sich während des Aufschlags an ihrem Knöchel zu schaffen machen wollte, aus der Ruhe gebracht und fand erst im Finish des ersten Durchgangs wieder zur ihrer Form.

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