Leicester-Star spricht über Heli-Absturz

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Leicester-Star spricht über Heli-Absturz

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Fuchs-Teamkollege sprach offen über schreckliche Ereignisse.

Vor zwei Monaten kam Leicester-Besitzer Vichai Srivaddhanaprabha tragisch ums Leben. Mit 61 Jahren verstarb der beliebte Klub-Boss sowie vier weitere Menschen bei einem Hubschrauber-Absturz. Kurz nach dem Start vom Mittelkreis im Stadion war der Helikopter neben dem Stadion des Premier-League-Klubs auf den Boden gekracht und sofort in Flammen aufgegangen. Einer der Ersten am Unfallort war der Tormann des Vereins Kasper Schmeichel.

Der Däne schilderte bei Sky Sports nun erstmals dramatische Details zum Unglück: "Leider erinnere ich mich an alles. Jedes kleine Detail." Der Teamkollege von ÖFB-Legionär Christian Fuchs hatte seine Familie aus der Heimat zu Besuch gehabt und gerade mit ihr einen Rundgang über das Stadiongelände gemacht. "Der Helikopter war immer eine große Attraktion. Wir haben ihn (den Klub-Besitzer Srivaddhanaprabha; d.Red.) verabschiedet und gesehen, wie er aufgestiegen ist", berichtet Schmeichel.

Er habe ihn zuvor schon Hunderte Male mit dem Hubschrauber abheben gesehen, es sei ein Ritual nach dem Spiel gewesen. Doch Schmeichel habe gemerkt, dass etwas falsch lief: "Weil er normalerweise nicht so still in der Luft stand." Dann stürzte der Hubschrauber ab. Schmeichel: "Ich lief heraus, rief nach Leuten, die die Polizei rufen sollten. Ein Wachmann kam näher heran als ich und versuchte, etwas zu unternehmen. Doch durch die Hitze war es sehr offensichtlich, dass niemand etwas tun konnte. Und ja – es war schrecklich. Schrecklich, so hilflos zu sein."

Nach Medienberichten war Schmeichel damals am Unfallort in Tränen ausgebrochen. Der Sohn von Torwart-Legende Peter Schmeichel erklärt: "Immer wieder musste ich beweisen, dass ich gut genug bin. Dann kam ein Typ, der sagte, dass er von der ersten Minute an mich glaubte. Nach neun Klubs bin ich zu einem Verein gegangen, um zu bleiben. Ich hatte nach jemandem gesucht, der an mich glaubte – er und seine Familie glaubten an mich."

Unter Srivaddhanaprabha stieg Leicester 2014 in die Premier League auf, schaffte zwei Jahre später das Wunder und wurde englischer Meister.

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