Eder in Antholz knapp am Podest vorbei

Biathlon

Eder in Antholz knapp am Podest vorbei

Simon Eder belegt mit toller Schießleistung im Sprint-Bewerb Platz 4.

Simon Eder ist am Donnerstag in Antholz knapp an seinem zweiten Podestplatz der Saison im Biathlon-Weltcup vorbeigelaufen. Der 27-jährige Salzburger belegte im Sprint ohne Schießfehler Rang vier. 6,5 Sekunden fehlten dem schnellsten Schützen im Feld auf einen Podestplatz. Den Sieg holte sich etwas überraschend der Russe Anton Schipulin zehn Sekunden vor dem Deutschen Michael Greis und 20,5 vor dem Norweger Lars Berger.

Zweitbestes Saisonresultat
Eder hatte nach fehlerfreier und gewohnt schneller Schießleistung die erste Richtzeit vorgelegt. Startnummer vier reichte schließlich auch zu Platz vier - die zweitbeste Saisonplatzierung nach Rang zwei in der Verfolgung in Hochfilzen. "Ich freue mich über einen sehr guten Wettkampf und eine tolle Platzierung", erklärte Eder. "So kann es gerne weitergehen." Am Samstag steht im Antholzertal ein Massenstart, am Sonntag eine Staffel auf dem Programm.

Es geht aufwärts
"Das war heute eine super Schießleistung. Auch in der Loipe habe ich mich stark gefühlt", versicherte Eder, der damit als Achter auch im Gesamtweltcup bester ÖSV-Athlet ist. Gegen Schipulin allerdings war kein Kraut gewachsen. Der 23-Jährige aus Sibirien war in der Südtiroler Höhenluft (1.700 m Seehöhe) eine Klasse für sich. "Das ist eine große Sache für mich", sagte der mehrfache Junioren-Weltmeister nach seinem ersten Weltcup-Sieg.

Berger überraschte einmal mehr mit seiner Schießleistung. Eine Woche nach seinem Triumph in Ruhpolding schoss der Ex-Weltmeister im Langlauf nur beim letzten Schuss daneben. Der Steirer Christoph Sumann verzeichnete stehend ebenfalls einen Fehler, belegte damit 46,8 Sekunden hinter Schipulin Rang zehn. "Das war wieder ein großer Schritt vorwärts", meinte der Olympia-Zweite, der zuletzt von gesundheitlichen Problemen zurückgeworfen worden war.

Landertinger pausierte
Der angeschlagene Massenstart-Weltmeister Dominik Landertinger ließ den Sprint aus, will aber am Wochenende wieder einsatzbereit sein. Während Tobias Eberhard als 19. mit einem Fehler nicht unzufrieden war, mussten Friedrich Pinter (39./3 Fehler) und Daniel Mesotitsch (65./4) Federn lassen. In Abwesenheit des erkrankten Ole Einar Björndalen lief es in der Höhe auch bei den norwegischen Stars nicht rund: Weltcup-Leader Tarjei Bö kam mit drei Fehlern nicht über Platz 46 hinaus, sein Landsmann Emil Hegle Svendsen belegte nach zwei Strafrunden immerhin noch Rang 14.