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Eishockey

Playoff startet ohne Österreicher

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Vanek und Pöck nicht qualifiziert, Nödl und Grabner derzeit in den Farmteams.

Ohne österreichischen Eishockey-Profi startet Mittwoch Nacht (MESZ) die entscheidende Phase in der National Hockey League (NHL). Nachdem Stürmerstar Thomas Vanek mit den Buffalo Sabres und Verteidiger Thomas Pöck mit den New York Islanders das Play-off verpasst haben, ist - zumindest vorerst - auch Andreas Nödl nicht dabei. AHL statt einem Duell mit Crosby und Malkin heißt es für den 22-jährigen Wiener.

Zurück ins Farmteam
Zwei Tage vor dem Play-off-Auftakt der Philadelphia Flyers gegen die Pittsburgh Penguins wurde Nödl am Montag ins AHL-Farmteam Philadelphia Phantoms geschickt. Für ihn wurde Jared Ross in den NHL-Kader nominiert. Trainer John Stevens bringt das mehr Optionen auf der Center-Position. "Als Ross während der Saison bei uns war, hatten wir einen zusätzlichen Mittelstürmer. Daher geht Nödl runter und (Darroll) Powe wechselt auf den rechten Flügel", erklärte Stevens der "Philadelphia Daily News".

Nödl hat in seinem ersten NHL-Jahr 38 Spiele absolviert, beim "Battle of Pennsylvania" ist er aber vorerst nur Zuschauer. Im Duell der bitteren Rivalen aus Pennsylvania wollen die Flyers Revanche. Im Vorjahr trafen die beiden Teams im Conference-Finale aufeinander, Pittsburgh setzte sich damals mit 4:1-Siegen durch und stieg ins Stanley-Cup-Finale auf, wo gegen die Detroit Red Wings allerdings nichts zu holen war.

Favoriten gibt es vor dem ersten Spiel der "best-of-seven"-Serie in der Mellon-Arena von Pittsburgh nicht, mit der beinahe identen Bilanz (je 99 Punkte und 264 Tore) stiegen beide Mannschaften auf. Für Pittsburgh spricht nicht nur, dass sie mit dem Russen Jewgenij Malkin (113 Punkte) den besten und mit dem Kanadier Sidney Crosby (103 Punkte) den drittbesten Scorer der Liga in ihren Reihen haben, sondern auch die beeindruckende Serie unter Dan Bylsma. Seitdem Bylsma am 15. Februar Michel Therrien als Cheftrainer abgelöst hat, gewannen die Penguins 18 der 25 Spiele. Doch auch die Flyers haben viel Offensivpower. Angeführt von Jeff Carter, mit 46 Treffern zweitbester Torschütze der Liga, haben die Flyers drei starke Sturmreihen mit sechs 20-Tore-Spielern.

Grabner hofft weiter
Auch heuer noch kein einziges NHL-Spiel absolvierte der Villacher Michael Grabner in Diensten der Vancouver Canucks. Im AHL-Team von Manitoba Moose etablierte sich der junge Kärntner aber endgültig als Topstürmer und erzielte 30 Treffer. Dass es für Grabner noch zu keinem Spiel gereicht hat, liegt unter anderem daran, dass die Canucks heuer größtenteils vom Verletzungspech verschont blieben und Grabner im Fall eines "Call ups" nur in den ersten beiden Linien einsetzen wollen. Grabner muss daher auf Verletzungen der Top-Stürmer wie den Sedin-Zwillingen oder Mats Sundin hoffen, um heuer noch NHL-Luft zu schnuppern.

Playoff-Knaller
Im Osten stehen einander u.a. die Boston Bruins, in der Eastern Conference die Nummer eins im Grunddurchgang, und der Rekordchampion Montreal Canadiens bereits zum 32. Mal im Play-off gegenüber. Im Vorjahr siegten die Canadiens, diesmal will Boston den Spieß umdrehen. Im Westen startet Titelverteidiger Detroit Red Wings gegen den Play-off-Neuling Columbus Blue Jackets. Die San Jose Sharks, Gewinner der Presidents' Trophy als bestes Team des Grunddurchgangs, bekommt es im ersten kalifornischen Duell seit 1969 mit den Anaheim Ducks zu tun.

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