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Wintersport

Heimsieg für Moan in Lillehammer

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Im Zielsprint verwies der Norweger den Deutschen Sebastien Haseney um eine Zehntelsekunde auf Platz zwei. Bieler wurde Siebenter.

Hauchdünn, aber doch hat Magnus Moan am Samstag im Weltcup-Einzelbewerb der Nordischen Kombinierer in Lillehammer einen Heimsieg gefeiert. Der Norweger, der seinen fünften Weltcup-Sieg feierte, spurtete im Zielsprint am schnellsten und verwies Sebastien Haseney (GER) und Hannu Manninen (FIN) mit einer Laufzeit von 38:20,3 Minuten um eine Zehntel bzw. um eine halbe Sekunde auf die Plätze. Kuusamo-Auftaktsieger Jason Lamy Chappuis (FRA) landete auf Rang 4, bester und einziger Österreicher in den Top Ten wurde Christoph Bieler als Siebenter (+1:10,6).

Bieler lag auch nach dem Springen schon an sechster Stelle und konnte somit seine Platzierung beinahe halten, Willi Denifl fiel vom 10. auf den 14. Platz zurück, Bernhard Gruber vom 5. auf den 18. und Michael Gruber vom 8. auf den 22.. David Kreiner (im Springen 14.) landete als 19. in den Top 20. Im Gesamt-Weltcup liegen nun Chappuis und Moan gleichauf mit jeweils 150 Punkten an der Spitze, Bieler ist mit 76 Zählern Fünfter.

Nach etwa 12 km begann das Spitzenquartett mit dem "Intervall laufen" und schüttelte damit den Deutsche Kircheisen etwas ab, auch der Rückstand von Bieler, der ab km 8,3 durchwegs an siebenter Stelle lag, nahm stetig zu. Im Finish lieferte sich das Trio Moan-Haseney-Manninen einen packenden Sprint, Kuusamo-Sieger Chappuis konnte in der Vergabe um die Podiumsplätze nichts mehr mitreden. Laufbestzeit lieferte wieder einmal Manninen.

Neue Regel sorgt für prominente "Opfer"
Das spannende Finale auf der 15-km-Loipe ging ohne einige prominente Namen in Szene, da das seit dieser Weltcup-Saison neue Gundersen-Regulativ gleich mehrere "Opfer" gefordert hatte: Doppel-Olympiasieger Felix Gottwald, Einzel-Olympiasieger Georg Hettich (GER) und auch Ronny Ackermann (GER) landeten allesamt nach dem ersten Durchgang nicht in den Top 35. Dies ist aber erforderlich, um überhaupt noch für den zweiten Sprung bzw. danach für den Start in der Loipe zugelassen zu werden. Auch der junge ÖSV-Kombinierer Marco Pichlmayer schied schon nach einem Sprung aus.

Ob diese neue Regel der Kombination zweier Sportarten sehr dienlich ist, sei dahingestellt. U.a. war es ja auch immer wieder Felix Gottwald, der aus aussichtslosen Situationen tolle Aufholjagden gestartet hatte. "Es ist natürlich eine neue Situation für mich, dass ich zum Langlauf nicht starten darf. Auf der einen Seite startet man, um ein Topergebnis zu erreichen und dazu gehören natürlich auch gute Sprungleistungen. Andererseits besteht die Kombination wie der Name schon sagt, aus zwei Sportarten und wenn du dann zu einer nicht zugelassen wirst, ist das schon eigenartig", war Gottwald schon Enttäuschung durchzuhören.

Früher habe man nach verpatzen Sprüngen den Ärger in der Loipe abbauen können bzw. hatte man am Abend das Gefühl gehabt, zumindest alles gegeben zu haben. "Sicher ist, die härtesten Rennen sind jene, bei denen du nicht starten kannst. Ich hoffe auf jeden Fall, dass ich in Zukunft diese Situation mit guten Sprüngen vermeiden kann. Mit der neuen Regel müssen wir auf alle Fälle jetzt leben." Am Sonntag kann er es besser machen, steht doch noch einmal ein Gundersenbewerb auf dem Programm.

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