Wie sehr stört die Schienbeinverletzung?

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Vonn verletzt, aber Olympiastart nicht gefährdet

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Lindsey Vonn und Großereignisse, das klingt nach Verletzung. In der Tat wird die Alpinskifahrerin aus den USA, die bei den Vancouver-Spielen zu einem der Superstars werden könnte, auch in Whistler nicht ganz fit starten. Die 25-Jährige hat sich vor einer Woche beim Slalomtraining eine Schienbeinverletzung zugezogen und ist seitdem nicht mehr Ski gefahren. Ihr Olympiastart ist aber nicht gefährdet.

Trotzdem verkündete Betreuer Robert Trenkwalder die Nachricht nicht leichtfertig: "Das werden die schwersten Rennen ihres Lebens!" Und die Rennläuferin Vonn selbst ergänzte: "Ich hatte schon viele Verletzungen. Aber diese schmerzt wie keine zuvor."

Vor einem Jahr hatte sich Vonn in Val d'Isere als frischgebackene Doppel-Weltmeisterin die rechte Daumensehne mit einer Champagnerflasche durchgeschnitten und musste operiert werden. Diesen Winter erlitt sie im Riesentorlauf von Lienz eine so schwere Handverletzung, dass sie seitdem die Weltcup-Rennen mit einer Schiene an der linken Hand betreiten musste, was sie freilich nicht von Seriensiegen abhielt. Seit einer Woche schlägt sich Vonn nun mit einer schmerzhaften Muskelverletzung am Schienbein herum.

Ihr Antreten bei Olympia sei aber nicht in Gefahr, versicherte Vonn nach ihrer Ankunft in Vancouver am Mittwoch (Ortszeit). Zwei Tage zuvor war Lindsey testhalber erstmals wieder in die Skischuhe geschlüpft, auf das Skifahren hatte sie aber verzichtet. Erstmals auf Skiern stehen will sie wieder am Donnerstag im ersten Training für die Kombinationsabfahrt. Sofern da ein Training möglich ist. Die Wetteraussichten für die nächsten fünf Tage sind in der Olympia-Region nämlich katastrophal.

Vonn, die nach neun Saisonsiegen auch im Weltcup führt, könnte das Gesicht der Winterspiele in Vancouver werden. Ihr werden in allen fünf Alpin-Bewerben Medaillenchancen zugerechnet, die Olympiastadt werde nach Ende der Spiele "Vonncouver" heißen, wird vielfach gescherzt. "Das hier werden auf jeden Fall die schwersten Rennen ihres Lebens", ist auch Vonns Red-Bull-Betreuer Robert Trenkwalder überzeugt.

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