Syrien

Assad dementiert Atomwaffen-Bericht

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Entsprechende Berichte seien voller Lügen und Anschuldigungen.

Die syrische Staatsführung hat einen Bericht dementiert, wonach sie eine zur Entwicklung von Atomwaffen geeignete geheime unterirdische Anlage baut. Ein entsprechender Bericht des Hamburger Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" sei voller "Lügen und lächerlicher Anschuldigungen", meldete die amtliche Nachrichtenagentur SANA am Montag. Es handle sich um ein "Komplott" gegen die syrische Führung.

Der "Spiegel" hatte am Wochenende unter Berufung auf Geheimdienstkreise berichtet, die tief in Stollen errichtete Anlage mit Anschluss an die Stromversorgung und ein Gewässer liege in einer unzugänglichen Bergregion nahe der Ortschaft Qusseir etwa zwei Kilometer von der libanesischen Grenze entfernt. Demnach vermuten westliche Experten nach Auswertung unter anderem von Satellitenbildern und abgehörten Telefonaten, dass es sich bei dem Projekt um einen Reaktor oder eine Anreicherungsanlage handeln könnte.

Den Experten zufolge habe die syrische Führung um Staatschef Bashar al-Assad 8000 Brennstäbe, die für den Betrieb eines im Jahr 2007 von der israelischen Luftwaffe zerstörten Komplexes vorgesehen gewesen seien, in die neue Anlage gebracht, berichtete die Zeitschrift weiter. An dem neuen Projekt sollen demnach auch nordkoreanische und iranische Fachleute beteiligt sein. Bewacht werden solle das Geheimprojekt von der libanesischen Hisbollah-Miliz, die im seit Jahren andauernden syrischen Bürgerkrieg an der Seite Assads kämpft.
 

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Hier werden Assads C-Waffen zerstört

Seit dem 1. Oktober sind Spezialisten mit der Inspektion und Zerstörung der syrischen Chemiewaffen betraut.

Derzeit sind rund 20 internationale Experten in Syrien tätig.

Das syrische Chemiewaffen-Arsenal wird auf tausend Tonnen geschätzt, verteilt auf landesweit 45 Standorte.

Ein zweites Expertenteam soll zur Unterstützung eingeflogen werden.

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