Charamsa: "Kein Geld für Outing erhalten"

Vatikan-Prälat

Charamsa: "Kein Geld für Outing erhalten"

"Coming Out war sehr schmerzhaft, ich würde aber niemals zurückkehren"

Der wegen des Bekenntnisses zu seiner Homosexualität suspendierte Vatikan-Prälat Krzystof Charamsa hat im italienischen Fernsehen bestritten, dass er für sein Outing vor Beginn der Weltfamiliensynode Geld erhalten habe. "Ich habe meine Arbeit verloren und von niemandem etwas erhalten", versicherte er im Interview mit dem TV Sender Rete 4 am Dienstagabend.

"Ich habe schreckliche Aussagen und Anschuldigungen gehört, die andeuteten, ich hätte Geld für mein Outing erhalten. Ich habe in einer italienischen Zeitung gelesen, ich hätte Sponsoren und Verträge mit Verlegern und dass ich protegiert sei. Bis jetzt habe ich von niemandem auch nur einen Euro erhalten", sagte der Pole.

Geständnisse

Sein ganzes Leben lang habe er seine Homosexualität verheimlichen müssen. "Als Jugendlicher flehte ich Gott an, mich von meinen sexuellen Impulsen zu befreien. Ich wusste, ich konnte nicht etwas empfinden, was meine Kirche für teuflisch hielt", so der Theologe.

Der 43-Jährige erklärte, er blicke zuversichtlich in die Zukunft. "Ich werde denselben Idealen dienen, wegen denen ich Priester geworden bin. Obwohl die Erfahrung des Outings sehr schmerzhaft war, würde ich niemals zurückkehren wollen", betonte Charamsa.

Suspendiert

Charamsa hatte sich vor Beginn der Weltbischofssynode in italienischen Medien sowie bei einer Pressekonferenz mit seinem katalanischen Partner in Rom als schwul geoutet. Der Vatikan entband den Geistlichen daraufhin von seinem Posten in der Glaubenskongregation und entzog ihm seine Lehrbefugnis für päpstliche Hochschulen.

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