US-Angriffe aus UK

"Wir warnen" - Iran droht den Royals

© Getty Images
Die Revolutionsgarden aus dem Iran richten eine scharfe Drohung gegen britische Militärbasen und das britische Königshaus. Grund dafür sind US-Bombenangriffe, die von englischem Boden aus starten.
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Am Donnerstag veröffentlichten die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) eine Mitteilung, in der sie erklären, dass jede Basis, die für eine Invasion genutzt werde, ihr "legitimes Ziel" sei. Das berichten unter anderem der britische "Mirror" und "TheSun". Konkret geht es um die Militärbasis RAF Fairford in Gloucestershire. Seit März wird diese Anlage von der US-Luftwaffe genutzt, nachdem Premierminister Sir Keir Starmer "defensive" Schläge autorisiert hatte. Am Mittwoch starteten amerikanische B1-Bomber von diesem Stützpunkt aus Angriffe. Die Einmischung sorgt auch vor Ort für Spannungen, weshalb bereits friedliche Antikriegsdemonstrationen an der Basis stattfanden.

Warnung an das Königshaus

In der Erklärung der iranischen Revolutionsgarden, die den Titel "Warnung an die britische Monarchie" trägt, wird direkt die Royal Family ins Visier genommen. Das Statement lautet laut britischen Medienberichten: "Wir warnen die britische Monarchie – die die Hauptursache für das Unglück der Menschen in unserer Region ist und eine düstere Bilanz bei der Spaltung islamischer Länder, weitverbreiteter Massaker in diesen Ländern, dem Aufzwingen autoritärer Regierungen und – was am schlimmsten ist – der Organisation und Führung der Besetzung Palästinas sowie der Herbeiführung der israelischen Nakba aufweist und sich am stärksten an den jüngsten Aggressionen der Vereinigten Staaten und des zionistischen Regimes gegen den Iran beteiligt hat –, ihr Sündenregister (Anm. alternative Übersetzung: "ihren Akt") nicht noch weiter zu belasten."

Eskalation im Nahen Osten

Der Wechsel auf britische Stützpunkte erfolgte laut der IRGC, weil die USA am Mittwoch auf B1-Flugzeuge aus Fairford zurückgreifen mussten, da die Raketenreserven der amerikanischen Schiffe im Indischen Ozean aufgebraucht seien. Die Drohungen fallen in eine Zeit extremer Gewalt im Nahen Osten, nachdem der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran zusammengebrochen ist. Nach der zwölften Nacht in Folge, in der US-Streitkräfte Angriffe durchführten, stellte die iranische Militärgruppe klar: "Dieses Mal werden wir nicht zulassen, dass Amerika seine Öl- und Munitionsreserven durch trügerische Waffenstillstände ersetzt und dann die Angriffe wieder aufnimmt."

Ölpreis nach Angriffen gestiegen

Parallel dazu eskaliert die Lage auf den Handelsrouten. Die bewaffnete islamistische Gruppe der Huthis, die mit dem Iran verbündet ist, traf am Mittwochabend zwei saudische Öltanker im Roten Meer. Bereits am Dienstag hatten die Huthis eine Blockade der Bab-al-Mandab-Straße angekündigt. Diese Meerenge am südlichen Eingang des Roten Meeres ist ein zentraler Engpass für Öltanker und Frachtschiffe, die Güter in die ganze Welt transportieren. Infolge dieser jüngsten Angriffe sind die Ölpreise massiv gestiegen und haben zum ersten Mal seit Mai die Marke von 100 Dollar pro Barrel überschritten.

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