Horror-Fall
Ex-Politiker soll drei Frauen 180 Mal missbraucht haben
Der Fall rund um den ehemaligen SVP-Grossrat Patrick F. aus dem Schweizer Kanton Aargau nimmt immer größere und erschütterndere Dimensionen an. Bislang standen vor allem die mutmaßlichen Übergriffe auf seine ehemalige Lebenspartnerin Iwona L. und ihre damals 15-jährige Tochter Paula im Fokus. Der 57-Jährige soll die beiden Frauen betäubt, vergewaltigt, gefilmt und aufs Widerlichste erniedrigt haben. Allein gegenüber der Tochter soll es laut "SRF", dem die Anklageschrift vorliegt, zu insgesamt 44 Übergriffen gekommen sein.
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Neues Opfer in der Anklageschrift
Wie aktuelle Medienberichte zeigen, bringt die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft nun noch unfassbarere Details ans Licht. Noch vor den Taten an Iwona und Paula L. soll F. ein drittes Opfer über mehrere Jahre hinweg insgesamt rund 140 Mal sediert und sexuell missbraucht haben. Auch diese Taten seien laut Anklageschrift gefilmt worden. Die betroffene Frau leidet bis heute schwer an den Folgen der grausamen Übergriffe.
Lebenslange Haft für Ex-Politiker gefordert
Da die Verabreichung der Substanzen bei den wehrlosen Frauen wiederholt zu akut lebensbedrohlichen Zuständen führte, lautet die Anklage nicht nur auf mehrfachen sexuellen Missbrauch und Vergewaltigung. F. wird unter anderem auch mehrfacher versuchter Mord sowie Körperverletzung vorgeworfen. Die Behörden fordern deshalb eine lebenslängliche Freiheitsstrafe für den ehemaligen Politiker, der im September 2023 verhaftet wurde. Er bestreitet wesentliche Teile der Vorwürfe und sitzt seit knapp drei Jahren in Untersuchungshaft. Seine politischen Ämter hat er niedergelegt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Opfern droht nun die Ausweisung
Für die gebürtige Polin Iwona L. und ihre Tochter geht der Albtraum unterdessen auf anderer Ebene weiter. Obwohl die zuständige Gemeinde von den Vorwürfen gegen F. wusste, verweigerte sie der Familie Berichten zufolge die reguläre Sozialhilfe. Da der Politiker seiner Lebensgefährtin keinen Lohn als Haushälterin zahlte, ermittelt das Migrationsamt nun wegen eines "Scheinarbeitsverhältnisses". Den beiden mutigen Frauen, die den Fall an die Öffentlichkeit brachten, drohen jetzt neben einer hohen Geldstrafe im schlimmsten Fall sogar die Ausweisung aus der Schweiz.
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