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China verbietet Beamten Luxus-Speisen

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Im letzten Jahr rund 20.000 Beamte wegen Amtsmissbrauch und Verschwendung bestraft.

Im Kampf gegen Misswirtschaft und Verschwendung im Staatsapparat knüpft sich die chinesische Regierung nun auch die kulinarischen Vorlieben ihrer Beamten vor. Auf öffentlichen Empfängen sollten künftig nicht mehr Luxusgerichte mit Zutaten wie Haifischflossen oder Vogelnestern serviert werden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag unter Berufung auf eine solche Anweisung.

Beamte der unteren Ebene dürften auf Dienstreisen auch nicht mehr in Suiten übernachten. Von ihren Gastgebern dürften sie keine Geschenke oder Bargeld annehmen. Empfangszeremonien an Flughäfen oder Bahnhöfen sollten für einfache Beamte künftig entfallen, Konferenzen an beliebten Touristenattraktionen seien fortan verboten. Die Einhaltung der neuen Regeln werde genau überwacht und Verstöße streng geahndet.

Präsident Xi Jinping hat die Korruption unter Beamten und Politikern in der Volksrepublik als eine ernste Bedrohung für die Kommunistische Partei bezeichnet. Ende vergangenen Jahres kündigte der neue Parteivorsitzende daher einen breitangelegten Kampf gegen Bestechlichkeit und Machtmissbrauch auf allen politischen Ebenen an. Seitdem hat die Anti-Korruptions-Behörde rund 20.000 Beamte wegen Amtsmissbrauchs und Verschwendung öffentlicher Gelder bestraft.

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