Von der Leyen

Eine Frau soll Köhler nachfolgen

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Die deutsche Arbeitsministerin Ursula von der Leyen ist offenbar Favoritin.

Die deutsche Arbeitsministerin Ursula von der Leyen ist offenbar Favoritin für die Nachfolge des zurückgetretenen Bundespräsidenten Horst Köhler . "Es gibt eine sehr starke Präferenz für von der Leyen im Kanzleramt", sagten Koalitionskreise am Dienstag der Nachrichtenagentur DAPD im Anschluss an ein Spitzentreffen von Union und FDP in Berlin. Der neue Bundespräsident wird am 30. Juni gewählt. Für diesen Tag berief Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) die Bundesversammlung ein.

FDP überlegt noch
Auch die Spitzen der Unionsfraktion haben den Angaben zufolge schon Zustimmung zu von der Leyen signalisiert. Jetzt hängt es demnach an der FDP, ob diese einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken wolle oder aber den Unions-Vorschlag unterstütze.

Zügige Entscheidung
Alles lief auf eine zügige Entscheidung hinaus. Das Präsidium der FDP wollte noch am Dienstagabend zusammenkommen und darüber entscheiden. Das CSU-Präsidium wollte sich am (morgigen) Mittwoch festlegen, noch vor der Sitzung des Bundeskabinetts um 09.30 Uhr.

Von der Leyen
Die 51-jährige, in Brüssel geborene von der Leyen, Tochter des ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht, hat eine schnelle politische Karriere hinter sich. Erst im September 2001 übernahm sie erstmals ein kommunalpolitisches Mandat für die CDU, wurde Ratsfrau und Chefin der CDU-Ratsfraktion in Sehnde, einer kleinen Nachbarstadt von Hannover. Eineinhalb Jahre später kandidierte die Mutter von sieben Kindern für den niedersächsischen Landtag und zog nach dem CDU-Wahlsieg gleich als Sozialministerin in das Landeskabinett ein. Nach weiteren gut eineinhalb Jahren saß die gelernte Ärztin schon im CDU-Präsidium. Im November 2005 wurde sie dann Familienministerin, seit dem Amtsantritt der schwarz-gelben Regierung ist sie Arbeitsministerin.

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