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Entschuldigung?

Johnson: Geheim-Anruf bei der Queen

Hat sich Brexit-Boris bei der Königin entschuldigt?

Nach dem Urteil des höchsten britischen Gerichts, dass die von Premierminister Boris Johnson verfügte Zwangspause für das Parlament unzulässig ist, kommt das Unterhaus in London bereits am Mittwoch wieder zusammen. Der künftige Kurs des Landes für den Brexit ist nach wie vor unklar Johnson stellt sich am Nachmittag den britischen Parlamentariern.
 
Der Staatsminister und no-deal-Beauftragte Michael Gove will von einer Demütigung Johnsons durch das Höchstgericht nichts wissen. "Worte wie Demütigung sind gute journalistische Übertreibungen", sagte Gove laut "Guardian". Vielmehr sieht er Johnson als "Gewinner wie den Boss von Manchester Citiy Pep Guardiola". Der Premier sei "der geborene Sieger", meinte er.
 
Unterdessen hat der ehemalige Tory-Regierungschefs Lord Heseltine scharfe Kritik an seinem Parteifreund Jacob Rees-Mogg geübt. Dieser hatte die Entscheidung des Obersten Gerichts, wonach die Zwangspause für das Parlament illegal sei, als "Verfassungsputsch" bezeichnet. Rees-Mogg sollte ein "Pfeiler der Rechtschaffenheit" sein.

 

Entschuldigung bei der Queen?

Im Vorfeld der Parlamentssitzung hatte Oppositionsführer Jeremy Corbyn von der Labour Johnson aufgefordert, sich bei der Queen zu entschuldigen. Von Johnson angekündigte Neuwahlen lehnte er ab. Vielmehr müsse der Premier einen no-deal ausschließen.

Inzwischen wurde bekannt, dass Johnson tatsächlich ein Telefonat mit der Queen führte. Mehrere britische Medien berichten, dass der Premier von New York aus Queen Elizabeth II. angerufen haben soll. Unklar ist allerdings, ob sich der Premier dabei bei der Königin wirklich entschuldigte. Johnson wird vorgeworfen, dass er die Queen mit vorgeschobenen Gründen ausgetrickst habe, damit er das Parlament in Zwangsurlaub schicken zu können. Das Höchstgericht hatte am Dienstag diese Zwangspause aufgehoben.

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