Bei einem Zwischenfall zwischen der griechischen Küstenwache und einem Boot mit Migranten vor der Insel Chios sind mehrere Menschen ums Leben gekommen.
Durch die Kollision stürzten Menschen ins Meer – mindestens 15 von ihnen starben, wie "Bild" unter Berufung auf das Ministerium für Schifffahrt berichtet. Bei den Todesopfern soll es sich um elf Männer und vier Frauen handeln. Im Krankenhaus der Insel seien zudem 24 Verletzte gebracht worden.
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Nach bisherigen Erkenntnissen befanden sich mehr als 35 Menschen an Bord eines Bootes, das aus der Türkei kommend in Richtung der Küste von Chios unterwegs war. Ein Patrouillenboot der griechischen Küstenwache entdeckte das Boot und forderte es auf, den Kurs zu ändern. In der Folge kam es aus noch ungeklärter Ursache zu einer Kollision zwischen den beiden Booten, wobei mehrere Menschen ins Meer stürzten, wie der Athener Nachrichtensender Skai berichtete.
Alarm im Hafen von Chios
Verletzte werden fortlaufend in den Hafen von Chios gebracht und von Rettungskräften in das örtliche Krankenhaus transportiert. Die Küstenwache hat gemeinsam mit der griechischen Luftwaffe eine Such-und Rettungsaktion eingeleitet. Dabei kommt auch ein Hubschrauber mit Wärmebildtechnik zum Einsatz, da von Vermissten ausgegangen wird, berichteten übereinstimmend griechische Medien.
Schleuser bringen immer wieder Migranten aus der Türkei zu den griechischen Inseln im Osten der Ägäis. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks sind seit Jahresbeginn knapp eintausend Migranten aus der Türkei zu diesen Inseln übergesetzt.