Muammar Gaddafi

Libyen

Söhne wollen Zukunft ohne Gaddafi

Die Rebellen lehnen das Verhandlungsangebot von Sohn Saif aber ab.

In Libyen halten die Kämpfe um die Ölstadt Brega an. Zivilisten, die am Montag aus der Stadt in Richtung Osten flohen, berichteten von schweren Kämpfen in der Nacht und fehlenden Nahrungsmitteln. Auch am Vormittag war in dem Gebiet noch Gefechtslärm zu hören.

Ein Kämpfer der Rebellen, der eine Straßensperre östlich von Brega bewachte, sagte, die Truppen von Staatschef Muammar al-Gaddafi kontrollierten derzeit den Westteil der Stadt. Im Osten von Brega stünden die Rebellen. Die Gaddafi-Truppen seien viel besser ausgerüstet. "Der Unterschied zwischen dem, was sie haben, und dem, was wir haben, ist einfach zu groß."

Rückzug Gaddafias angeboten
Die Spekulationen über ein Ausstiegsszenario Gaddafis haben in der Nacht zum Montag durch einen Zeitungsbericht neue Nahrung bekommen. Nach Informationen der "New York Times" hat der Sohn des Diktators, Saif al-Islam, einen Lösungsvorschlag für den Konflikt mit den Rebellen unterbreitet, der auch den Rückzug seines Vaters vorsieht. Der Vorschlag sei allerdings weder bei der Regierung noch bei den Rebellen auf offene Ohren gestoßen.

USA fliegen mehr Einsätze

Die USA fliegen auf Bitten der NATO mehr Luftangriffe auf Libyen als eigentlich geplant. Das Verteidigungsministerium in Washington erklärte am Sonntag, dass die NATO "wegen des schlechten Wetters der vergangenen Tage" die USA gebeten habe, auch Montag Angriffe zu fliegen. Dieser Bitte werde die US-Armee nachkommen. Ursprünglich hatte Washington am Wochenende mit dem Abzug seiner Kampfflugzeuge und seiner Tomahawk-Marschflugkörper von dem Einsatz beginnen wollen.

Die NATO hatte in der vergangenen Woche die Führung über den internationalen Einsatz gegen die Truppen Gaddafis übernommen. Die USA wollen nun nur noch eine unterstützende Rolle spielen. Das Land hatte den Einsatz zunächst gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien militärisch angeführt.

Diashow: So tobt der Krieg in Libyen

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