Nach tagelanger Suche gibt es traurige Gewissheit: Auf den Malediven wurden mehrere vermisste Taucher tot in einer Meereshöhle gefunden. Die Bergung gilt als extrem riskant.
Einsatzkräfte entdeckten die Leichen von vier italienischen Tauchern in einer Unterwasserhöhle nahe des Vaavu-Atolls.
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Nach Angaben der maledivischen Behörden erfolgte der Fund bei einer gemeinsamen Rettungs- und Suchaktion von Küstenwache, Polizei sowie einem Spezialteam, das von der italienischen Regierung organisiert worden war.
Bergung unter schwierigsten Bedingungen
Die Körper befinden sich laut Behörden weiterhin in der Höhle. Weitere Tauchgänge sollen nun folgen, um die Toten zu bergen. Die Bedingungen gelten allerdings als besonders gefährlich. Wie italienische Medien berichten, wurden die Taucher tief im Inneren der Höhle entdeckt. Die komplexe Unterwasserlandschaft und große Tiefe erschweren die Arbeiten erheblich.
Auch Retter starb bei Einsatz
Die Tragödie hatte bereits ein weiteres Opfer gefordert: Erst am Wochenende kam ein Militärtaucher der maledivischen Streitkräfte bei einem Rettungseinsatz ums Leben. Für die Bergung wurden inzwischen erfahrene Spezialtaucher hinzugezogen. Darunter befinden sich Experten des Divers Alert Network Europe, die auf schwierige Einsätze in großer Tiefe spezialisiert sind.
Gruppe war verschwunden
Die italienische Tauchgruppe war bereits am Donnerstag bei einem Ausflug in die mehr als 260 Meter langen Unterwasserhöhlen verschwunden. Geplant waren Tauchgänge in Tiefen von bis zu 60 Metern. Bereits zuvor war die Leiche eines Tauchlehrers aus der Gruppe gefunden worden.