Die Lage im Nahen Osten bleibt extrem angespannt. Trotz laufender Feuerpause im Libanon schlägt Israels Premier scharfe Töne an und stellt klar, dass der Konflikt noch lange nicht vorbei ist.
Benjamin Netanjahu machte kurz nach Beginn der zehntägigen Waffenruhe deutlich, dass Israel seinen Einsatz gegen die Hisbollah weiterführen will. Man sei mit der Miliz „noch nicht fertig“, erklärte er.
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Als Ziel nannte er weiterhin die vollständige Zerschlagung der Hisbollah. Dieses Vorhaben erfordere jedoch Zeit und auch diplomatisches Vorgehen.
Weitere Schritte geplant
Nach Angaben der israelischen Regierung konnten bereits große Bedrohungen durch Raketen und bewaffnete Kämpfer reduziert werden. Dennoch sieht man weiterhin Gefahr durch Drohnen und Geschosse und plant deshalb zusätzliche Maßnahmen.
Diese harte Linie könnte weitreichende Folgen haben: Iran hatte die Offenhaltung der wichtigen Straße von Hormuz daran geknüpft, dass die Waffenruhe im Libanon bestehen bleibt. Sollte die Lage erneut eskalieren, droht eine Blockade der Schlüsselroute, mit massiven Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.
USA greifen ein
Auch die USA mischen sich ein. Donald Trump erklärte auf Truth Social, dass er Israel weitere Angriffe im Libanon nach Beginn der Feuerpause untersagt habe. Stattdessen soll künftig gemeinsam mit dem Libanon gegen Strukturen der Hisbollah vorgegangen werden.
Während politisch weiter Druck aufgebaut wird, setzt das israelische Militär im eigenen Land erste Schritte in Richtung Normalität. Sämtliche kriegsbedingten Einschränkungen wurden aufgehoben. Zudem soll auch das Versammlungsverbot im Grenzgebiet zum Libanon enden, womit der Alltag wieder anlaufen soll.
Konflikt mit schwerer Bilanz
Die Spannungen hatten sich bereits im März massiv verschärft, nachdem die Hisbollah Raketen auf Israel abgefeuert hatte. Hintergrund war die Tötung von Ali Chamenei. Seitdem forderte der Konflikt im Libanon laut offiziellen Angaben rund 2.300 Todesopfer. Ein Ende ist weiterhin nicht in Sicht.