Codewort "Mermaid"
Pilot packt über geheime Crew-Sprache aus
Viele kennen die Situation: Das Flugzeug steht noch am Boden, die letzten Sicherheitschecks laufen und aus den Lautsprechern kommen kurze Ansagen der Piloten. Neben den klar verständlichen Standardbefehlen gibt es jedoch auch interne Begriffe, die nur das Bordpersonal wirklich einordnen kann. Laut Pilot Kolin Jones existiert eine ganze Reihe solcher Codes, die oft mit einem Augenzwinkern verwendet werden.
Codewort für Platzprobleme
Ein Begriff aus diesem internen Vokabular lautet „Mermaid“, also „Meerjungfrau“. Gemeint sind damit Fluggäste, die mehr Raum beanspruchen als vorgesehen, etwa indem sie mit weit gespreizten Beinen sitzen und dadurch den Platz anderer einschränken.
Fällt dieser Ausdruck, handelt es sich nicht um eine Beleidigung, sondern um eine subtile interne Mitteilung. Das Bordpersonal weist sich damit gegenseitig auf ein Verhalten hin, ohne die betroffene Person öffentlich bloßzustellen. Für Passagiere bedeutet das im Zweifel: kurz überprüfen, ob man selbst vielleicht mehr Raum einnimmt als nötig.
Codes je nach Airline unterschiedlich
Welche Begriffe verwendet werden, unterscheidet sich je nach Fluggesellschaft. Neben solchen inoffiziellen Bezeichnungen gibt es auch standardisierte Durchsagen für bestimmte Situationen. So kann etwa ein interner Sammelruf die gesamte Crew gleichzeitig erreichen, während in medizinischen Notfällen spezielle Codes genutzt werden, um schnell Hilfe zu organisieren, ohne Unruhe an Bord zu verursachen.
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