Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat am Dienstag vor der Verbreitung gefälschter Bilder gewarnt, die mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt wurden.
In sozialen Netzwerken kursierten derzeit mehrere manipulierte Fotos, die sie in verfälschten Kontexten zeigen und fälschlich als echt ausgegeben werden. Konkret bezog sich Meloni auf ein KI-generiertes Bild einer Frau in Unterwäsche mit ihrem Gesicht, welches online verbreitet wurde.
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"Ich muss anerkennen, dass mich die Urheber in diesem Fall sogar deutlich 'verschönert' haben", schrieb Meloni in einem Beitrag. Zugleich kritisierte sie, dass für politische Angriffe inzwischen offenbar "jedes Mittel recht" sei.
Meloni warnt vor Deepfakes
Über den persönlichen Fall hinaus betonte Meloni die grundsätzliche Gefahr solcher Inhalte: Deepfakes könnten Menschen täuschen, manipulieren und potenziell jeden treffen. "Ich kann mich schützen, viele andere können das nicht", so die Regierungschefin. Sie rief daher dazu auf, Inhalte im Netz grundsätzlich zu prüfen, bevor man ihnen glaube oder sie weiterverbreite: "Heute trifft es mich, morgen kann es jeden treffen."
Zwei Italiener, Vater und Sohn, sind derzeit vor einem Gericht angeklagt, weil sie im Jahr 2020 auf einer US-amerikanischen Website manipulierte Pornovideos mit dem Gesicht Melonis anstelle der Darstellerinnen veröffentlicht hatten. Bei dem Prozess in der Stadt Sassari auf Sardinien sagte Meloni 2024 als Zeugin der Anklage aus. Sie antwortete per Videokonferenz auf die Fragen der Staatsanwälte. Der Prozess läuft derzeit noch.