Schießerei am Flughafen

Sechs NATO-Soldaten in Kabul getötet

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Ein afghanischer Offizier eröffnete nach einem Streit das Feuer.

Ein Pilot der afghanischen Luftwaffe hat am militärischen Teil des Flughafens Kabul das Feuer auf NATO-Ausbilder eröffnet und mindestens sechs ausländische Soldaten getötet. Die Internationale Schutztruppe ISAF teilte mit, sechs ihrer Soldaten seien bei dem Gefecht am Mittwoch in der afghanischen Hauptstadt ums Leben gekommen. Angaben zur Nationalität der Opfer machte die NATO-geführte ISAF nicht. Der Nachrichtensender Al-Jazeera berichtete, es habe sich um Amerikaner gehandelt.

Angreifer getötet
Das Verteidigungsministerium in Kabul teilte mit, der Angreifer - ein erfahrener Militärpilot - sei bei dem Schusswechsel ebenfalls getötet worden. Zwei afghanische Soldaten seien verletzt worden. Dem Gefecht sei ein Streit zwischen dem afghanischen Luftwaffenoffizier und einem seiner ausländischen Kameraden im Hauptquartier der Luftwaffe vorausgegangen.

Die Taliban bekannten sich zu der Tat. Taliban-Sprecher Sabiullah Mujahid widersprach aber den Angaben des Ministeriums, dass es sich um einen Piloten gehandelt habe. Mujahid sagte, der Angreifer sei ein Aufständischer namens Asisullah gewesen, der eine Militäruniform getragen habe. Angaben der Taliban sind unzuverlässig.

Mehrere Anschläge
In den vergangenen Monaten haben Aufständische in Uniformen der afghanischen Sicherheitskräfte mehrfach Anschläge verübt. Im vergangenen Februar hatte ein afghanischer Soldat im Norden des Landes drei deutsche Soldaten erschossen.

Der militärische Teil des internationalen Flughafens in Kabul verfügt über eine eigene Zufahrt und ist schwer gesichert. Dort sind zahlreiche ausländische Truppen stationiert.

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