Breivik will japanischen Rechtspsychiater

Massaker in Norwegen

Breivik will japanischen Rechtspsychiater

Der Norweger erwartet von einem Japaner mehr Verständnis für seine Wahnsinnstaten.

Der mutmaßliche norwegische Attentäter Anders Behring Breivik wünscht sich für seine bevorstehende psychiatrische Untersuchung einen Spezialisten aus Japan. Der japanische Begriff von Ehre ist nach Breiviks Meinung eher geeignet, für seine Taten und Motive Verständnis hervorzurufen. "Er glaubt, dass ihn ein Japaner viel besser versteht als ein Europäer", zitierte die Osloer Tageszeitung "Dagens Naeringsliv" Breiviks Anwalt Geir Lippestad.

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    Anwalt: "Unmögliche Forderungen"
    Lippestad zufolge hat sein Mandant mehrere "unmöglich zu erfüllende" Forderungen gestellt, wie etwa die Einführung einer Gesellschaftsordnung mit ihm selbst als Führer eines Tempelritterordens in einer "zentralen Rolle". Breivik hat seine Wunschliste in A-Forderungen, das heißt solche, die die Justiz selbst nicht erfüllen kann, und in "trivialere" B-Forderungen eingeteilt.

    Die Erfüllung der A-Wünsche stellt Breivik laut Lippestad als Bedingung für weitere Aussagen zu den von Breivik behaupteten zwei weiteren "Terrorzellen" in Norwegen. Unter den B-Forderungen des 32-jährigen, mutmaßlichen Bombenlegers und Massenmörders finden sich Wünsche nach Bedarfsmitteln wie Tabak, Papier oder Computer.

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