Ukraine-Krise

Vor Waffenruhe: Putin fordert 7-Punkte-Plan

Putin Poroschenko
© Reuters
Kiew signalisiert Ablehnung. Das sind Putins Forderungen im Detail.
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Nach monatelangen Kämpfen zwischen prorussischen Separatisten und dem ukrainischen Militär will Kiew die Waffen schweigen lassen. Präsident Petro Poroschenko kündigte nach einem Telefongespräch mit Kremlchef Wladimir Putin am Mittwoch eine Waffenruhe an.

Putin forderte eine internationale Kontrolle der geplanten Feuerpause und stellte einen Sieben-Punkte-Plan zur Beilegung des Konflikts auf. Dieser Plan wurde vom ukrainischen Premier Arseni Jazenjuk allerdings postwendend abgelehnt.

Das sind die Forderungen im Detail:

Beobachter in Kiew vermuteten, dass Poroschenko sich angesichts jüngster Niederlagen seines Militärs für eine zeitweilige Feuerpause entschieden habe, um die Kräfte neu zu ordnen. Früher hatte es lediglich von Kiew eine einseitig erklärte Feuerpause gegeben.

Russland kritisiert NATO
Russland kritisierte ein in der Westukraine geplantes Manöver mit NATO-Einheiten als "Provokation". Es sei "nicht human, dass die NATO in einer Zeit, in der sich die Ukraine faktisch im Bürgerkrieg befindet, ihre militärische Unterstützung für das Kiewer Regime demonstriert", sagte Generaloberst Leonid Iwaschow. Moskau kündigte seinerseits ebenfalls ein großes Militärmanöver für September an.

Die französische Regierung legte unterdessen die umstrittene Lieferung eines ersten Mistral-Kriegsschiffes an Russland vorerst auf Eis. Die Bedingungen für eine Lieferung seien trotz der Aussicht auf einen Waffenstillstand in der Ukraine "derzeit nicht gegeben", erklärte der Elysee-Palast am Mittwoch nach einer Sitzung des Verteidigungsrates in Paris. Frankreichs sozialistischer Präsident François Hollande hatte noch vor wenigen Wochen auf der geplanten Lieferung des ersten von zwei Mistral-Kriegsschiffen beharrt.

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