Unruhen greifen auf andere Städte über

Keine Anklage

Unruhen greifen auf andere Städte über

Der Verzicht auf eine Anklage hat zu schweren Unruhen in den USA geführt.

Brennende Gebäude und dutzende Festnahmen: Der Verzicht auf eine Anklage wegen der tödlichen Polizeischüsse auf einen schwarzen Teenager hat in der US-Stadt Ferguson in der Nacht zum Dienstag für neue Gewalt gesorgt.

Diashow: Gewaltsame Proteste in Ferguson

Gewaltsame Proteste in Ferguson

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    Die Unruhen griffen auch auf andere Städte über. Proteste seien auch aus New York, Chicago und der Bundeshauptstadt Washington sowie aus Oakland in Kalifornien und Philadelphia gemeldet worden, berichtete der Sender NBC. Offen blieb, ob Schüsse auf einen Polizisten in dem nahegelegenen Ort University City im Zusammenhang mit den Krawallen in Ferguson standen. Der Beamte wurde am Arm verletzt.

    Cleveland
    Nach dem Tod eines schwarzen Buben durch Polizeischüsse haben in der US-Stadt Cleveland Dutzende Menschen gegen Polizeigewalt demonstriert. Der zwölfjährige Tamir Rice hatte eine Spiel-Pistole bei sich. Die Demonstranten trugen Plakate mit Aufschriften, die übersetzt zum Beispiel lauteten "Schießt nicht" und "Wir wollen keine Tötungen durch die Polizei mehr".

    Anders als in Ferguson (Missouri), wo Proteste im Zusammenhang mit dem Tod des jungen Afroamerikaners Michael Brown in der Nacht zum Dienstag in Gewalt ausarteten, verliefen die Demonstrationen in Cleveland (Ohio) friedlich. Die Menschen in Cleveland sahen bei ihren Kundgebungen aber Zusammenhänge zwischen beide Vorfällen.

    Laut der Zeitung "The Plain Dealer" versammelten sich die Demonstranten am Montagabend (Ortszeit) in der Nähe des Parks, in dem Rice getötet wurde. Die ältere Schwester des Buben sagte vor den Demonstranten: "Ich weiß nicht, warum sie das taten. Er war erst zwölf ...Er liebte jeden."

    Ein Polizist hatte Tamir Rice am Samstag in den Bauch geschossen, nachdem der Bub zu einer Softair-Pistole griff. Der Polizei zufolge sah die Waffe täuschend echt aus. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Todesschützen. Dann wird ein Geschworenen-Gericht nach 90 Tagen entscheiden, ob gegen den Polizisten Anklage erhoben werden soll.

    Ein solches Gremium hatte am Montag in Ferguson beschlossen, dass der weiße Polizist Darren Wilson nach den tödlichen Schüssen auf Brown nicht vor Gericht gestellt werden soll. Danach war es dort zu den nächtlichen Protesten gekommen.




     

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