Bolivien protestiert gegen Bond-Film

Drogendealer-Image

Bolivien protestiert gegen Bond-Film

Der neue James Bond-Film sorgt für Furore: Bolivien wehrt sich gegen sein Image als Drogendeealer-Land. Ende April wird in Österreich gedreht.

Die Regierung Boliviens hat gegen den neuen James-Bond-Film protestiert, der das Land als Heimat der Drogenhändler darstelle. Filmproduzent Michael Winson und Regisseur Marc Forster erhielten einen Protestbrief. Der neue Bond "Quantum of Solace" (etwa: Ein Quäntchen Trost) mit Hauptdarsteller Daniel Craig wird derzeit im Norden Chiles gedreht. Darin kommt eine bolivianische Drogendealerbande vor.

Zuvor hatte bereits Chile protestiert
Das Bild solcher Kriminellen "darf nicht benutzt werden, um die Bolivianer darzustellen", beschwerte sich der stellvertretende bolivianische Kulturminister Pablo Groux in dem Protestbrief. Dies berichtete die Tageszeitung "La Razón" am Freitag. Auch Chile hatte schon gegen die Dreharbeiten protestiert, weil die nordchilenische Stadt Antofagasta und die Wüste von Atacama in dem Film Bolivien darstellen sollen. Der Streit ist auch deshalb heikel, weil das Gebiet um Antofagasta früher bolivianisches Territorium gewesen war bis Chile das Gebiet 1879 eroberte.

Gedreht wird derzeit u.a. im beeindruckenden Observatorium der Europäische Südsternwarte ESO (European Southern Observatory) in Cerro Paranal auf 2.400 Meter Seehöhe. "Im September oder Oktober des Vorjahres habe ich einen Brief mit 007-Logo bekommen", schilderte der Direktor der Sternwarte, Tim de Zeew, seinen ersten Kontakt mit dem Produzenten des Streifens, "ich dachte, es sei ein Scherz."

Drehtage in Vorarlberg
Ab Ende April werden auch einige Drehtage in Vorarlberg absolviert. Gedreht wird in Feldkirch und auf der Seebühne in Bregenz. Der neue Bond-Streifen soll im Laufe dieses Jahres in die Kinos kommen.

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