Der Badeort Lignano an der Adria stellt die Weichen für eine deutlich längere Tourismussaison.
Ab dem Jahr 2026 dürfen Hotels, Restaurants, Geschäfte und andere touristische Betriebe von 1. März bis 5. November öffnen und damit die gesetzlich vorgesehenen 250 Öffnungstage vollständig ausschöpfen. Das berichtet die Tageszeitung Messaggero Veneto.
Von der Ausdehnung profitieren zahlreiche Wirtschaftszweige. Neben Gastronomie und Beherbergungsbetrieben können auch der Einzelhandel, Vermieter sowie saisonal tätige Handwerksbetriebe ihre Aktivitäten auf einen längeren Zeitraum ausrichten. Die Maßnahme soll zusätzliche Planungssicherheit schaffen und neue Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnen.
Neue Regelung
Neu geregelt wird zudem die Mindestöffnungsdauer. Zwar bleibt es bei den vorgeschriebenen 60 Tagen, diese müssen künftig jedoch zusammenhängend absolviert werden und dürfen nicht mehr auf mehrere Zeiträume verteilt werden. Bürgermeisterin Laura Giorgi begründet diesen Schritt mit dem Ziel, die wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Bedeutung des Tourismus stärker zu unterstreichen und ein nur punktuelles Öffnen – etwa an einzelnen Wochenenden – zu verhindern. Eine durchgehende Öffnung sorge für verlässliche Dienstleistungen für Einheimische und Gäste, so Giorgi.
Mit dem erweiterten Saisonkalender will Lignano den Tourismus bewusst über die klassischen Sommermonate hinaus stärken. Vor allem das Frühjahr und der Herbst sollen an Attraktivität gewinnen und die Nachfrage gleichmäßiger über das Jahr verteilt werden. Erstmals zählt dabei auch das Wochenende rund um den 1. November offiziell zur Tourismussaison.