Mit einem neuen Hochleistungsteleskop haben Forschende einen außergewöhnlichen Asteroiden entdeckt. Der Weltraumfelsen rotiert mit bislang unbekannter Geschwindigkeit um die eigene Achse.
Mit dem erst im September 2025 in Betrieb gegangenen Vera C. Rubin Observatory in Chile ist Forschern eine spektakuläre Entdeckung gelungen. Mithilfe des großflächigen Spiegelteleskops identifizierten sie einen Asteroiden, der sich schneller dreht als alle bislang bekannten Objekte vergleichbarer Größe.
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Der Asteroid mit der Bezeichnung 2025 MN45 befindet sich im Hauptasteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Mit einem Durchmesser von rund 710 Metern vollführt er alle 1,88 Minuten eine vollständige Umdrehung um die eigene Achse. Damit gilt er als der am schnellsten rotierende Asteroid mit einem Durchmesser von mehr als 500 Metern, der bisher entdeckt wurde.
Die extreme Rotationsgeschwindigkeit liefert den Forschern wichtige Hinweise auf die Beschaffenheit des Objekts. Solch rasante Drehungen können auf frühere heftige Kollisionen hindeuten, bei denen größere Mutterkörper zerschmettert wurden. Zudem erlaubt die Rotation Rückschlüsse auf die innere Struktur und Zusammensetzung des Asteroiden.
Außergewöhnlich hohe Festigkeit
Studienleiterin Sarah Greenstreet vom NSF NOIRLab erklärte in einer Presseaussendung, dass der Asteroid aus einem besonders widerstandsfähigen Material bestehen müsse. Nur so könne er trotz der enormen Fliehkräfte in einem Stück bleiben. Berechnungen zufolge weist 2025 MN45 eine Kohäsionsfestigkeit auf, die jener von festem Gestein ähnelt.
Keine typische „Geröllhaufen“-Struktur
Diese Eigenschaft überrascht die Forschenden. Die meisten Asteroiden gelten als sogenannte Geröllhaufen, die aus vielen kleinen Gesteinsfragmenten bestehen, welche sich durch Gravitation zusammengefügt haben. 2025 MN45 scheint hingegen deutlich kompakter aufgebaut zu sein.
Überbleibsel aus der Frühzeit
Asteroiden sind Kleinkörper aus der Zeit der Planetenentstehung. Sie bewegen sich auf Umlaufbahnen um die Sonne und kommen millionenfach vor. Der Großteil dieser unregelmäßig geformten Felsbrocken befindet sich im Asteroidengürtel zwischen Jupiter und Mars.