Feuer-Katastrophe in Crans-Montana: Foto zeigt mutmaßlichen Moment des Infernos.
Der Schweizer Skiort Crans-Montana steht nach einer verheerenden Brandkatastrophe in der Silvesternacht unter Schock. In der Bar „Le Constellation“ kamen nach aktuellen Angaben rund 40 Menschen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt. Ein nun aufgetauchtes Foto soll den Moment zeigen, in dem das tödliche Feuer ausbrach.
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Der französische Nachrichtensender BFMTV veröffentlichte eine Aufnahme aus dem Inneren der Bar. Das Bild zeigt mehrere Gäste, einige von ihnen halten offenbar Feuerwerk in die Höhe. An der Decke ist bereits ein Glimmen zu erkennen – Sekunden später soll sich daraus ein massiver Feuerball entwickelt haben.
Ist das das letzte Foto vor der großen Katastrophe?
Auffällig ist laut Experten, dass die Decke offenbar mit leicht entflammbarem Schaumstoff isoliert war, der sich extrem schnell entzünden kann.
Pyro-Show als möglicher Auslöser
Zwar ist die Echtheit des Fotos noch nicht offiziell bestätigt, doch Einrichtung und Details stimmen mit bereits verifizierten Aufnahmen überein. Mehrere Zeugen berichteten, dass Kellnerinnen Champagnerflaschen mit befestigten Wunderkerzen durch die Bar trugen – offenbar als Teil einer Show für die Gäste.
Ein Augenzeuge namens Alex schilderte gegenüber italienischen Medien, die Wunderkerzen seien der Decke sehr nahe gekommen. „Plötzlich fing alles Feuer“, sagte er. Ob es sich tatsächlich um klassische Wunderkerzen oder um andere pyrotechnische Effekte wie Fontänen handelte, ist derzeit noch unklar.
Das Foto passt auch zu einem früheren Werbevideo der Bar, in dem Events mit Pyro-Effekten gezeigt wurden: Darin tragen Kellnerinnen Champagnerflaschen mit Wunderkerzen durch den abgedunkelten Raum – der Funkenflug als zentrales Showelement.
Fragen zur Sicherheit und zu Fluchtwegen
Nach der Tragödie mehren sich Berichte über mögliche Sicherheitsmängel. Ein ehemaliger Gast erklärte gegenüber der Zeitung Blick, das Untergeschoss habe nur über einen einzigen Flucht- und Zugangsweg verfügt. Bereits vor zwei Jahren habe er den Eindruck gehabt, dass eine sichere Evakuierung im Panikfall kaum möglich sei.
Die Bar befindet sich im Erdgeschoss eines Wohngebäudes und bietet Platz für rund 300 Gäste, zusätzlich gibt es eine Terrasse für etwa 40 Personen.
Ermittlungen laufen
Die Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Béatrice Pilloud, bestätigte bislang nicht, dass es nur einen schmalen Fluchtweg gegeben habe. Die Ursache des Feuers werde weiterhin umfassend untersucht. Pilloud machte sich selbst ein Bild vor Ort.
Die laufenden Ermittlungen sollen nun klären,
- ob alle Sicherheitsstandards eingehalten wurden,
- ob die Notausgänge den Vorschriften entsprachen,
- und ob die Organisatoren der Silvesterfeier die notwendigen Genehmigungen und Sicherheitsverfahren beachtet haben.
Ein abschließendes Ergebnis steht noch aus.