Ein Pariser Gericht hat zehn Personen wegen Cybermobbing gegen Frankreichs First Lady Brigitte Macron für schuldig befunden.
Ein Gericht in Paris hat am Montag zehn Personen wegen Cybermobbings gegen Frankreichs First Lady Brigitte Macron schuldig gesprochen., wie die AP berichtet.
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Brigitte Macron
Die Angeklagten wurden zu unterschiedlichen Strafen verurteilt – von verpflichtenden Sensibilisierungskursen gegen Cybermobbing bis hin zu acht Monaten Haft auf Bewährung.
Pädophilie-Vorwürfe wegen Altersunterschied zu Macron
Nach Angaben des Gerichts hatten die acht Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 41 und 65 Jahren im Internet „besonders herabwürdigende, beleidigende und böswillige“ Inhalte verbreitet. Dabei ging es unter anderem um falsche Behauptungen über eine angebliche Transidentität Brigitte Macrons sowie um haltlose Vorwürfe mit pädokriminellem Bezug, die sich auf den Altersunterschied zu Präsident Emmanuel Macron bezogen.
Macron bei Prozess nicht dabei
Brigitte Macron selbst nahm nicht am Prozess teil. In einem Interview mit dem Sender TF1 erklärte sie jedoch, sie habe bewusst rechtliche Schritte eingeleitet, „um ein Zeichen gegen Hass und Belästigung im Netz zu setzen“. Ihre Tochter Tiphaine Auzière sagte vor Gericht aus, die anhaltenden Attacken hätten das Leben ihrer Mutter und der gesamten Familie stark belastet. „Sie kann die schrecklichen Dinge, die über sie gesagt werden, nicht einfach ausblenden“, so Auzière.
Verschwörungstheorien seit Jahren
Der Fall reiht sich in eine Serie von Verschwörungstheorien ein, die seit Jahren im Umlauf sind und fälschlich behaupten, Brigitte Macron sei als Mann geboren worden – eine Behauptung, die auf einer Verwechslung mit dem Namen ihres Bruders beruht. Die Macrons gehen auch international juristisch gegen solche Vorwürfe vor, unter anderem mit einer Verleumdungsklage in den USA.
Emmanuel Macron ist seit 2017 Präsident Frankreichs, das Ehepaar ist seit 2007 verheiratet.