In Kroatien sorgt derzeit ein Mega-Sturm für Windspitzen von über 190 km/h. Nun ist die Krk-Brücke gesperrt und die Insel Pag vom Festland abgeschnitten.
Der angekündigte Sturm hat Kroatien erreicht. Schon vor einigen Tagen warnte der Wetterdienst DHMZ davor und rief für einige Teile Kroatiens die höchste Warnstufe aus. Am Mittwochmorgen wurde die wichtige Krk-Brücke, die das Festland mit der gleichnamigen Insel verbindet, gesperrt. Sie wurde von Sturmböen mit Windspitzen von 162 km/h erwischt.
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Mittlerweile nahm die sogenannte Bura (Bora) noch mehr an Fahrt auf. Im Kanal zwischen dem Festland und der Insel wurden zum Teil Windgeschwindigkeiten von über 170 km/h gemessen. Die Brücke wurde gesperrt.
Krankenhaus beschädigt
In Povile und Prizna erreicht die Bora 145 km/h, in Bakarac 136 km/h. Meteorologen erklären, dass der Sturm im Tagesverlauf noch stärker wird. Laut der Wetterseite "Crometeo" wurden auf der Insel Rab bereits Windspitzen von 192 km/h gemessen.
Neben der Krk-Brücke wurde auch die Adria-Autobahn zwischen Senj und Sveta Marija Magdalena gesperrt. Zusätzlich gibt es auf weiteren Autobahnen, Schnellstraßen und Landstraßen Behinderungen oder sogar Teilsperrungen. Die Insel Pag ist aktuell vom Festland abgeschnitten. Ebenfalls wurde fast der gesamte Fährenverkehr in Kroatien eingestellt.
Wie Kristijan Antic berichtet, soll es in Rijeka schon zu den ersten Schäden gekommen sein. Am Gelände des Klinikums Sušak wurde ein Mauthäuschen vom Sturm erwischt und zerstört. Laut der Einsatzleitstelle der Feuerwehr in Rijeka verschärft sich die Lage vor Ort: "Die Bora weht immer heftiger, die Telefone klingeln ununterbrochen und wir erwarten noch mehr Einsätze."
Reisewarnung für gesamte Küste
Besonders von Mittwoch bis Freitag wird unbeständiges Wetter erwartet, begleitet von kräftigem Wind und wiederholten Niederschlägen. Betroffen sind vor allem das Landesinnere, die dalmatinischen Inseln und der Süden. Auch in den Bergen kann es wieder schneien. Im Hochland sind Sturmböen möglich. Entlang der Adriaküste wird vor kräftigen Bora-Winden gewarnt, die sich stellenweise zu Orkanböen entwickeln können – insbesondere rund um das Velebit-Gebirge.
Besonders kritisch ist die Situation auf See. Für mehrere Küstenabschnitte wird vor extrem gefährlichen Bedingungen gewarnt. Die Behörden raten daher ausdrücklich davon ab, sich in Küstennähe aufzuhalten oder Reisen in diese Regionen anzutreten. Eine Entspannung der Wetterlage wird frühestens gegen Ende der Woche erwartet.