Am Schwarzen Meer

Bush und Putin treffen sich in Sotschi

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In einem Monat endet die Amtszeit: Zum letzten Mal als russischer Präsident trifft Putin George W. Bush. Thema in Sotschi: Der US-Raketenschild.

Einen Monat vor dem Ende seiner Amtszeit kommt der russische Präsident Wladimir Putin am Wochenende zu seinem letzten Treffen mit US-Präsident George W. Bush zusammen. Im Mittelpunkt der Beratungen im russischen Seebad Sotschi am Schwarzen Meer am Samstag und Sonntag soll der Streit um die US-Pläne zur Stationierung einer Raketenabwehr in Osteuropa stehen.

In der Hoffnung darauf, dass Russland seinen Widerstand gegen das Projekt aufgibt, haben die USA der Regierung in Moskau eine Einbindung in das Projekt vorgeschlagen. Putin hat seine Ablehnung bisher aber noch nicht aufgegeben. Er vertritt den Standpunkt, dass die Stationierung die Sicherheit Russlands gefährde. Mit dem Besuch in Sotschi schließt Bush eine mehrtägige Reise durch Osteuropa ab.

Bush verspricht Kroaten Beistand
US-Präsident George W. Bush hat vor seinem Treffen mit Putin Kroatien als Beispiel dafür bezeichnet, dass es sich lohnt, für die Freiheit zu kämpfen. "Kroatien hat gezeigt, dass die Freiheit es wert ist, darum zu kämpfen", sagte Bush am Samstag in Zagreb vor mehreren tausend Menschen in Anspielung auf den kroatischen Bürgerkrieg (1991-1995). "Sollte irgendjemand die Freiheit Kroatiens bedrohen, leisten Amerika und die NATO Beistand, so dass Ihnen niemand die Freiheit rauben kann", erklärte Bush mit Blick auf die Einladung des NATO-Gipfels an Kroatien, dem Bündnis beizutreten.

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© Reuters

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Bush lobte auch Mazedonien, das wegen des Streits mit Griechenland um seinen Staatsnamen keine NATO-Einladung erhalten hatte. "Mazedonien hat schwierige Reformen durchgeführt", und deshalb sei "die amerikanische Position klar". Mazedonien sollte seinen Platz in der NATO "so bald wie möglich einnehmen", sagte Bush. Zu seiner Rede waren der mazedonische Präsident Branko Crvenskovski und Regierungschef Nikola Gruevski erschienen. Zugleich ermunterte Bush Serbien, "seinen Platz in der europäischen Familie einzunehmen und in Frieden mit seinen Nachbarn zu leben".

Zuvor hatte Bush den Kroaten am zweiten Tag seines Besuchs in Zagreb eine erleichterte Einreise in die USA versprochen. Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern ließen solche Reiseerleichterungen zu, sagte Bush nach einem Treffen mit dem kroatischen Regierungschef Ivo Sanader. Einzelheiten nannte er aber nicht.

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