Richardson sagt "No"

Obama muss sich neuen Wirtschaftsminister suchen

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Gegen ihn laufen Korruptions-Ermittlungen: Bill Richardson war als Wirtschaftsminister in Obamas Team nominiert. Jetzt erteilte er eine Absage.

Bereits vor seinem Amtsantritt am 20. Jänner hat der künftige US-Präsident Barack Obama den ersten Ausfall in seiner geplanten Regierung zu verzeichnen. Bill Richardson, Gouverneur des US-Bundesstaates New Mexico, der als Handelsminister nominiert war, zog seine Nominierung am Sonntag zurück. Obama habe den Rückzug Richardsons akzeptiert, teilte das Büro des künftigen Präsidenten mit.

Korruptions-Ermittlungen
Gegen Richardson laufen derzeit Korruptions-Ermittlungen im Zusammenhang mit einem lukrativen Geschäft, welches ein kalifornisches Unternehmen, das den Gouverneur im Wahlkampf unterstützte, in New Mexiko an Land zog. Richardson hätte in der künftigen US-Regierung auch eine wichtige Rolle bei der Lösung der Finanz- und Wirtschaftskrise spielen sollen. Er wäre der erste hochrangige Hispanic im neuen US-Kabinett gewesen. Die US-Amerikaner hispanischen Ursprungs stellen heute die größte Minderheit in den USA.

Der 61-Jährige war ursprünglich auch als Kandidat für das Außenamt im Gespräch. Als "Troubleshooter" hatte er bei der Befreiung von Geiseln, von im Ausland gefangenen US-Soldaten und politischen Häftlingen eine Rolle gespielt. Bei den Wahlen 2008 hatte sich Richardson zuerst selbst um die demokratische Präsidentschaftskandidatur beworben, nach seinem frühzeitigen Ausstieg aus dem Rennen unterstützte er Obama.

Obama, der die Entscheidung "mit tiefem Bedauern" hinnahm, ließ erklären, er werde nun rasch nach einem neuen Handelsminister suchen. Bereits am 20. Jänner wird er vereidigt.

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