Sonderthema:

Julia Roberts

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"Nach dem Sex gab es Erdnussbrote"

Nichts ist zu merken: Nicht ihre 41 Jahre, nicht das Tohuwabohu mit den vierjährigen Zwillingen Hazel und Phinnaeus, nicht die schlaflosen Nächte wegen Sohn Henry, 18 Monate: Julia Roberts ist nach wie vor eine Filmgöttin. Mit dem Spionage-Thriller Duplicity (Austro-Start: 30. April) feiert sie mit heißen Liebesszenen mit Partner Clive Owen ein spektakuläres Kinocomeback. Elegant in Armani-Strickjacke und hochgesteckten Haaren plaudert sie mit ÖSTERREICH über Familienfreuden, Sexszenen & Barack Obama.

ÖSTERREICH: Wie war der Wiedereinstieg am Filmset nach Baby Nr. 3?
Julia Roberts: Henry war gerade sechs Monate alt, als wir starteten. Ich habe gestillt. Doch niemand gab mir das Gefühl, dass ich Dinge aufhalte. Es ist das ein Privileg als Filmstar: Arbeit und Baby vereinen zu können. Ich habe so viele Freundinnen, ebenfalls Mütter, die neidisch sind: Die Chance zu erhalten, beide Aufgaben gut zu bewältigen.

ÖSTERREICH: Und das Stillen hat natürlich auch Auswirkung auf Ihre Figur, besonders in der Brustregion.
Roberts (lacht): Ja, ich trug jede Menge Push-Up-Büstenhalter. Das Stillen hat seine Vorteile! Und ich habe gute Gene: Es war nicht sonderlich schwer, wieder in Form zu kommen. Aber ich habe keine spezielle Diät. Dazu mache ich Yoga.

ÖSTERREICH: Doch ist es nicht auch furchtbar ablenkend? Jeder Elternteil weiß, wie schwierig es ist, Kinder und Arbeit zu vereinen.
Roberts: Die Kids waren gut aufgehoben im Trailer, die älteren Zwillinge haben dort Partys gemacht. Natürlich konnten sie mir beim Dreh nicht zusehen. Keine Ahnung, was sie dachten, wohin ich gehe ...

ÖSTERREICH: Wie ging es Ihnen bei den Sexszenen mit Clive Owen?
Roberts: Ja, das ist immer ein sehr merkwürdiger Moment. Dass Clive und ich Freunde und beide Eltern sind, half: In den Pausen unterhielten wir uns über Tricks beim Streichen von Erdnussbroten.

ÖSTERREICH: Wie fühlen Sie sich jetzt als Mutter im Vergleich zu früher.
Roberts: Es ist himmlisch. Ich war noch nie so happy in meinem ganzen Leben. Aber ich nehme Filmrollen an oder lehne andere ab aus denselben Gründen wie früher. Mein Entscheidungsprozess ist unverändert.

ÖSTERREICH: Wie sehen Sie US-Präsident Barack Obama?
Roberts: Das ist das Beste, was uns passieren konnte! Diesen Mann im Oval Office zu haben, der uns durch die Krise lenkt. Es konnte ja nicht so weitergehen: Wir waren am Kurs direkt in ein Desaster. Ich weiß gar nicht, warum irgendjemand diesen Job wollte – nach acht Jahren George Bush, jemand so intelligent und fähig, wie Obama. Und ich habe noch nie so eine Euphorie gesehen – so muss es wohl bei den Kennedys gewesen sein ...

ÖSTERREICH: Haben Sie noch Träume?
Roberts: Ich sehe lieber, wohin mich meine Laufbahn trägt. Das war immer schon so. Niemals dachte ich, das alles erreichen zu können – und mich so lange zu halten. Es ist ein Wunder.

ÖSTERREICH: Wie sehen Sie den Wahn, ewig jung sein zu wollen?
Roberts: Eine berühmte Schauspielerin sagte mal: Du trägst dein Gesicht durchs Leben bis 40, dann trägst du dein Leben im Gesicht. Jeder muss selbst entscheiden, ob man sich jünger lassen machen will.

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