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Redner in Sex-Fall verwickelt? Wirbel um linke Veranstaltung

Protest gegen FPÖ

Redner in Sex-Fall verwickelt? Wirbel um linke Veranstaltung

Die linke Organisation "Linkswende jetzt" lädt am 24. November zur Diskussion mit dem Titel "Der Kampf gegen Faschismus in Großbritannien und Europa". Man wolle von britischen Gruppen wie "Stand Up To Racism" und "Unite Against Fascism" lernen, wie man mit einer möglichen Regierungsbeteiligung der FPÖ umgehen kann, weswegen Weyman Bennett um 19 Uhr im Wiener Amerlinghaus eine Rede halten und mit den Teilnehmern diskutieren werde.

Vergewaltigungsskandal

"Weyman Bennett ist Sprecher von "Stand Up To Racism" und "Unite Against Fascism", die in Großbritannien spektakuläre Erfolge gegen die Faschisten errungen haben. Diese Bündnisse haben die Nazi-Partei BNP, die Straßenfaschisten EDL und die rassistische Partei UKIP durch Massendemonstrationen in schwere Krisen gestürzt", loben die Veranstalter den Gastredner.

Doch in Großbritannien ist der Aktivist in einen Vergewaltigungsskandal verwickelt: Eine Frau hatte einem Politiker der "Socialist Workers Party" (SWP), dessen Name unbekannt blieb und der nur "Comrade Delta" genannt wurde, vorgeworfen, er habe sie im Jahr 2008 vor den Augen ihrer Parteikollegen missbraucht. Außerdem sei sie 2011 von ihm bedroht und vergewaltigt worden.

"Schauprozess"

Da sie unter Druck gesetzt worden sei, habe sie die Polizei nicht eingeschalten. Im Jahr 2013 habe sie schließlich die Anschuldigungen gegen "Comrade Delta" vor einem Parteigremium öffentlich gemacht. Dadurch wurde ein regelrechter Politik-Skandal ausgelöst. Es sei zu einem "Schauprozess" gekommen, anstatt auf die mutmaßliche Vergewaltigung einzugehen, habe sie sich für ihr Sex-Leben rechtfertigen müssen, berichtet die britische Zeitung "Express".

Der beschuldigte "Comrade Delta" sei schließlich entlassen worden, dem Opfer sei verboten worden, über die Vorfälle öffentlich zu sprechen. Weitere Konsequenzen habe es für den mutmaßlichen Täter nicht gegeben. Der "Socialist Workers Party" wurde daraufhin vorgeworfen, einen Vergewaltiger zu schützen, indem eine Vergewaltigung vertuscht wurde. Auch der Gastredner der Linken-Demo, Weyman Bennett, habe "Comrade Delta" in Schutz genommen. Die Partei wäre an den Anschuldigungen fast zugrunde gegangen, Hunderte Mitglieder traten damals aus.

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