07. September 2010 12:27

"Blood and Honour" 

Skinhead "arbeitete" für Strache

FPÖ bestreitet offizielle Mitarbeit des amtsbekannten Neonazis im Wahlkampf.

Skinhead "arbeitete" für Strache
© Gerhard Fally/TZ ÖSTERREICH

Ein angeblich ungewollter Ordner bei einem FPÖ-Wahlkampfauftritt in Wien-Stammersdorf bringt die FPÖ abermals in Verlegenheit. Laut einem "profil"-Bericht soll sich dort der amtsbekannte Skinhead Gregor T. als Sicherheitsmann, eingekleidet in ein T-Shirt mit Partei-Logo, betätigt haben. FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache bestreitet, dass dieser offiziell für die Partei gearbeitet habe: Der Skinhead habe sich privat als Ordner aufgespielt.

"Blood and Honour"
Strache hatte am Sonntag vor zwei Wochen die Stammersdorfer Weintage besucht und war dabei von mehreren Securitys in FPÖ-Leiberln flankiert. Darunter auch Gregor T., laut Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) einer der gefährlichsten Skinheads des Landes. Er soll Mitbegründer des Neonazi-Skinhead-Netzwerks "Blood and Honour" in Österreich und schon mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sein.

Kennt ihn gar nicht
Den Vorwurf, die FPÖ sei für die Anwesenheit des Skinheads verantwortlich, lässt Strache nicht gelten: "Das ist nachweislicher Unsinn. Faktum ist, das war keine FPÖ-Veranstaltung, sondern eine öffentliche Veranstaltung." Der FPÖ-Chef bestritt, Gregor T. zu kennen. Dieser sei weder ein Angestellter noch Security gewesen. Straches Sicherheitspersonal bestehe ausschließlich aus dienstfrei gestellten Beamten.

"Wir sind nicht der Verfassungsschutz", rechtfertigte sich auch FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl das Auftreten des Skins bei der Veranstaltung. Auch die Listen der Ordner kontrolliere man nicht auf amtsbekannte Skinheads. Eines sei aber sicher, so Kickl: "Sollten wir hören, dass so jemand für uns arbeiten will, fliegt er hochkant raus." An der privaten Teilnahme an FPÖ-Veranstaltungen könne man allerdings auch Personen wie Gregor T. nicht hindern, in Österreich gelte die Versammlungsfreiheit.

Aufgeflogen war die Anwesenheit von Gregor T. durch die Sozialistische Jugend (SJ), die bei den Stammersdorfer Weintagen Flugzettel verteilen wollte. Dabei sollen die Jungfunktionäre von Ordnern der Freiheitlichen bedroht worden sein, gaben diese an. Darunter auch Gregor T., von dem ein Foto geschossen wurde.


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10 Postings
Kriegerin meint am 08.09.2010 08:59:37 ANTWORTEN >
komisch ist, dass gerade einige tage vor der wahl gegen strache so gehetzt wird.
und noch schlimmer ist, dass man ständig zensuriert wird in einem staat wie österreich, wenn man das anprangert.
nur so viel zur freien meinungsäußerung.
ichglaubsnicht meint am 08.09.2010 08:29:10 ANTWORTEN >
wie meinte das st.racherl noch kürzlich: "Es ist traurig, wie weit wir gekommen sind, dass wir das nötig haben!"

vollste zustimmung, wie recht er doch DIESMAL hat!!!

am sonntag berichtet die SJ in den medien über diesen vorfall und am montag wird ein SJ-lokal verwüstet, alles erneut(!) nur ein zufall(!), versteht sich:

http://www.stopptdierechten.at/2010/09/07/neonaziuberfall-auf-sj-lokal/
branwhen meint am 08.09.2010 07:06:13 ANTWORTEN >
Und bitte wer ist dumm genug jemanden der SJ zu glauben?
Diese haben doch ebensoviel "Dreck am Stecken"!
Oder liest man keine Zeitungen?
Der Unterschied zu diesem "Verein" ist nur, dass besser vertuscht wird!
AlreadyGone meint am 08.09.2010 01:30:45 ANTWORTEN >
"Aufgeflogen war die Anwesenheit von Gregor T. durch die Sozialistische Jugend (SJ), die bei den Stammersdorfer Weintagen Flugzettel verteilen wollte. Dabei sollen die Jungfunktionäre von Ordnern der Freiheitlichen bedroht worden sein, gaben diese an. "

Nenn ich Ironie , so hat man mir mal erzählt Strache hab in seinen Anfang 20ern bei der FPÖ mal damit geprahlt das "SJler auf ihm angeblich bedroht haben".
Das die Story natürlich nur wichtig mache war kan ma am Rande erwähnen(irgendwie musste er ja hoch kommen).
Das aber un SJler von FPler bedroht wurden kann wohl nur Zeichen sein das so mancher Lausbubenstreich eigentlich auch aufgedeckt werden musste!
TWITTER meint am 07.09.2010 19:19:21 ANTWORTEN >
Wie auch immer, aber man sieht, dass sich der Rechtsrechte Sumpf bei ihm wohl fühlt.
Winston meint am 07.09.2010 15:18:26 ANTWORTEN >
Wenn Herr Strache jemand schlägt, behauptet er sicherlich auch, der hätte ihm mit seinem Kopf in seine Faust geschlagen.
Wie Herr Kickl jemand rausschmeißen will, der angeblich gar nicht für ihn arbeite, finde ich auch interessant. Vermutlich ein klassischer Freud´scher ...
plusminus meint am 07.09.2010 15:14:45 ANTWORTEN >
trotzdem spricht es bände, wenn so eine type security spielt.
Nord meint am 07.09.2010 13:33:57 ANTWORTEN >
Billige Propaganda! Wers glaubt.....
ichglaubsnicht meint am 07.09.2010 13:17:56 ANTWORTEN >
...und darum hat er ja auch gaaaanz zufällig eines der üblichen ordner-leiberl getragen, gell?

wie SCHAUT(!) es denn damit aus, die arbeiten doch auch alle für die fpö - sind die auch schon alle rausgeflogen (ganz zu schweigen vom 3. NR-präsidenten, u.v.m., versteht sich)???:

http://rfjwatch.wordpress.com/
karpfen meint am 08.09.2010 05:10:26
Einfach lächerlich, diese fadenscheinigen Ausflüchte. Jeder Normaldenkende weiss, was bei der FPÖ abläuft!
Seiten: 1
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