Der Kanzler ist plötzlich beleidigt ...

Das sagt Österreich

Der Kanzler ist plötzlich beleidigt ...

Zu Beginn letzter Woche hat ÖSTERREICH ein geheimes „Strategie-Papier“ von Sebastian Kurz aufgedeckt, wonach dieser bereits im Juli 2016 die Ablöse an der ÖVP-Spitze vorbereitet hat. Kanzler Kern und die SPÖ zitierten daraus tagelang genüsslich.

Kurz selbst war „not amused“, reagierte aber sehr professionell – stand immer Rede und Antwort.

Freitag schließlich brachte ÖSTERREICH – auch im Sinne politischer Unabhängigkeit – das fast spiegelgleiche Strategie-Papier der SPÖ. Ebenfalls verfasst von Beratern – diesmal von Silberstein und Gusi – diesmal freilich mit verblüffend brutalen Analysen des eigenen Kandidaten.

Kanzler Kern reagierte – als hätte es eines Beweises ­bedurft – exakt wie sein Psychogramm im Papier:

Er sagte ein
– als Wahl-Information geplantes – TV-Interview mit oe24 „aus Rache“ ab, richtete oe24 das Götz-Zitat „Habts mich gern!“ aus – ist beleidigt.

Wir sind ja hoffentlich nicht in Nordkorea …

Der Abdruck der SP-internen „Analyse“ ist journalistische Pflicht für eine unabhängige, kritische Zeitung. Der Inhalt ist weder privat noch betrifft er die Familie (wie Kern gestern jammerte) – sondern politisch brisant. Jeder Wähler hat ein Recht zu erfahren, wie die SP intern ihren Kanzler und ihren Wahlkampf beurteilt.

Wenn der Kanzler jetzt wie ein Austro-Donald-Trump kritische Medien mit Interview-Boykott belegt, zeigt das wenig Größe.

Wir sind gegen Kanzler Kern nie unfair vorgegangen – im Gegenteil. Der Abdruck einer SP-eigenen (!) Analyse, die weder gehackt noch gestohlen, sondern offen übermittelt wurde, muss erlaubt sein. Wir sind ja nicht in Nordkorea – bei Kim Jong Kern …

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