Zitter-Aufstieg
2:1 - Brasilien zerstört Japans WM-Traum in letzter Minute
Die "Seleção" hatte Ball und Spiel fest im Griff, biss sich an der japanischen Betonmauer aber ein ums andere Mal die Zähne aus. Die Asiaten warfen sich in jeden Ball und ließen die brasilianischen Zauberfüße verzweifeln. Mehr als einige harmlose Distanzschüsse brachte der Rekordweltmeister zunächst nicht zustande.
Dann wurde es richtig heiß. Cunha zog an Sano vorbei, der bereits Gelb gesehen hatte und den Brasilianer rustikal zu Fall brachte. Die "Seleção" forderte lautstark Gelb-Rot, doch Schiedsrichter Mariani blieb cool und winkte ab. Glück für Japan – und ein Vorgeschmack auf das, was folgen sollte.
Denn ausgerechnet Sano schlug nur wenig später eiskalt zurück: Der Mainz-Legionär riecht einen Fehlpass von Danilo, schnappt sich den Ball an der Mittellinie und kennt danach nur eine Richtung: Vollgas Richtung Tor! Mit einem sehenswerten Abschluss ins linke Eck stellt er die Partie auf den Kopf – 1:0 (29.) Japan.
Auch danach gab es für den Favoriten kein Durchkommen mehr. Und so hatte Startrainer Carlo Ancelotti in der Halbzeit reichlich Gesprächsstoff – und vor allem jede Menge Antworten zu finden.
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Gabriel mit Last-Minute-Lucky-Punch
Mit ordentlich Wut im Bauch kam die "Seleção" aus der Kabine und setzte Japan sofort mit einem Powerplay unter Druck. Der Ausgleich lag förmlich in der Luft. Erst rettete sich der Außenseiter mit mehr Glück als Verstand, als Tomiyasu einen Casemiro-Kopfball auf der Linie an den Körper bekam (54.). Doch die Verschnaufpause dauerte nur kurz. Wenig später machte es Casemiro besser: Nach einer punktgenauen Flanke von Magalhães stieg der Routinier im Fünfmeterraum am höchsten und wuchtete den Ball in die Maschen – 1:1 (56.).
Japan gegen Brasilien
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Obwohl die Partie jetzt klar in der Hand der Samba-Fußballer lag, fehlte vor dem Kasten die ausschlaggebende Idee und alles schien bereit für die erste Verlängerung dieser WM.
Und dann schon fast im ÖFB-Style: Paar Sekunden vor der Ende der Nachspielzeit erobert Rayan den Ball am gegnerischen Strafraum und gibt in die Mitte zu Guimarães. Der täuscht den Linksschuss an und spielt stattdessen in die Spitze zu Gabriel Martinelli. Der legt sich den Ball mit dem ersten Kontakt zurecht und schiebt ihn mit dem rechten Fuß an den rechten Innenpfosten – 2:1 (90.+6). Brasiliens Traum nach dem sechsten WM-Titel lebt weiter.
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