Brunft als Gefahr

Achtung, Balzzeit! Rehe im Liebesrausch

Ein Reh läuft über einen Feldweg mit hohem Gras auf beiden Seiten bei Tageslicht.
© Unsplash
Ab Ende Juli hat das Rehwild nur noch eines im Kopf: die Brunft. Böcke jagen ihre Angebeteten über weite Strecken – und beide Tiere sind so aufeinander fixiert, dass Straßenverkehr komplett zur Nebensache wird.
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Der Landesjagdverband warnt: Auch tagsüber können Rehe jetzt blitzartig und mit Karacho über die Fahrbahn setzen.

Unberechenbar

"Verkehrsteilnehmer sollten ihre Geschwindigkeit anpassen und besonders auf Straßenränder achten", mahnt Landesjägermeister Christoph Metzker. Die Tiere wechseln in ihrer Verliebtheit ständig die Richtung und sind daher für Autofahrer kaum vorhersehbar. Erst in der Nacht auf Sonntag krachte es in Baumgarten an der March mit einem Reh.

Traurige Bilanz

Jährlich sterben in Niederösterreich mindestens 30.000 Wildtiere im Straßenverkehr, die Hälfte davon Rehe. Der Jagdverband setzt auf Wildwarngeräte – mittlerweile 140.000 optische und 7.000 optisch-akustische Anlagen entlang von 1.963 Straßenkilometern. Das entspricht der Strecke Wien–Barcelona. Nächtliche Rehwildunfälle sanken dadurch um bis zu 70 Prozent.

Richtig reagieren

Bei drohendem Zusammenstoß gilt: bremsen, Lenkrad festhalten, nicht ausweichen. Nach einem Wildunfall muss immer die Polizei informiert werden, auch wenn das Tier flüchtet.

Fazit: Verliebte Rehe kennen keine Vorfahrtsregeln – umso wichtiger ist es, jetzt selbst den Fuß vom Gas zu nehmen.

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