Lostag für Merz

AfD-Knall: CDU steht vor Wahl-Debakel

Ein Mann mit Brille und roter Krawatte spricht bei einer CDU-Veranstaltung am Mikrofon.
© Getty Images
In den ostdeutschen Bundesländern Berlin und Mecklenburg-Vorpommern haben am Sonntag die Wahllokale für die Landesparlamente geöffnet.
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Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimmen für das Berliner Abgeordnetenhaus beziehungsweise den Landtag in Mecklenburg-Vorpommern abgeben. Die Wahllokale sind bis 18.00 Uhr geöffnet. Umfragen lassen erneut ein Debakel für die CDU von Bundeskanzler Friedrich Merz erwarten, über dessen bevorstehende Ablöse seit Tagen heftig spekuliert wird.

Während die extrem rechte Alternative für Deutschland (AfD) im äußersten Nordosten des Landes ihren Siegeszug fortsetzen könnte, winkt in der Hauptstadt erstmals der postkommunistischen Linken der erste Platz. In der deutschen Hauptstadt Berlin sind rund 2,5 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen. In Mecklenburg-Vorpommern ganz im Nordosten sind rund 1,3 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen.

Derzeit regieren Schwarz-Rot in Berlin und Rot-Rot in Mecklenburg-Vorpommern

Wahl-Krimi

In Berlin regiert derzeit ein Bündnis aus CDU und SPD. Für eine Neuauflage reicht es letzten Umfragen zufolge nicht. Dort zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Linken und der CDU um Platz eins ab. Dahinter waren in Umfragen auch die Rechtsaußen-Partei AfD (Alternative für Deutschland), die Grünen und die SPD (Sozialdemokraten) zweistellig. Das populistische BSW kämpft um den Einzug ins Abgeordnetenhaus.

Zwei Männer im Anzug applaudieren lächelnd auf einer Wahlkampfveranstaltung der AfD.
© APA/AFP/DANNY GOHLKE

Mecklenburg-Vorpommern wird aktuell von einer Koalition aus der SPD und der Linken regiert. Laut Umfragen ist unsicher, ob es für eine Neuauflage reichen wird. Jüngste Umfragen sahen SPD und AfD in einem engen Rennen an der Spitze, die Linke mit Werten um zehn Prozent weit dahinter. Grüne und BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) müssen um den Einzug in den Landtag bangen, auch die CDU rutschte in Umfragen in die Nähe der Fünf-Prozent-Hürde.

Je nachdem wie die CDU abschneidet, könnte die Debatte über die politische Zukunft von Parteichef und Kanzler Merz erneut Fahrt aufnehmen. Seit Tagen wird darüber debattiert, ob er sich halten kann. Merz hat das CDU-Präsidium für Sonntagabend in die Parteizentrale in Berlin, das Konrad-Adenauer-Haus, eingeladen.

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