Trotz US-Open-Aus

Alte Mentorin soll Potapova in neue Höhen befördern

Tennisspielerin im roten Outfit jubelt mit geballter Faust während eines Matches bei den US Open.
© IMAGO/Hasenkopf
Anastasia Potapova hat am Montag das erste Grand-Slam-Viertelfinale einer Österreicherin seit 14 Jahren bzw. ihr erstes verpasst.
OE24 auf Google bevorzugen

Der zweite Sieg en suite über eine Top-Ten-Spielerin war der 25-Jährigen nicht vergönnt. Potapova verletzte sich zudem im Finish der Wiederholung des diesjährigen Linz-Finales gegen French-Open-Siegerin Mirra Andreeva (RUS-5) am linken Knie und verlor 7:5,4:6,3:6. Die Russin gewann im fünften Duell zum vierten Mal.

Die Verletzung kam im letzten Game nach einer Überstreckung des linken Knies. Potapova quälte sich danach noch auf den Platz, allerdings ist eine gröbere Verletzung aktuell nicht auszuschließen. Andreeva war voll des Mitgefühls für ihre Gegnerin.

Andreeva: "Bessere Kämpferin als ich"

"Nastja ist meine gute Freundin. Nachdem wir so einen Kampf hatten und sie dann im letzten Game so hinfallen zu sehen: Das ist nicht leicht. Wenn ich da daran zurückdenke, bekomme ich Gänsehaut. Das ist natürlich nicht die Art und Weise, wie man ein Match beenden will", sagte die Russin noch auf dem Platz.

"Ich habe ihr gerade gesagt, dass sie ganz toll gespielt hat und eine ihrer besten Saisonen hatte. Ich bin sicher, dass sie sogar stärker zurückkommen wird, weil sie sogar eine bessere Kämpferin ist als ich", bekam Potapova Lob von der Roland-Garros-Siegerin. Sie selbst sei superhappy, dass sie Motivation gefunden habe, um jeden Punkt zu kämpfen. "Ich wusste im ersten Satz nicht, was ich tun soll, um sie zu schlagen. Ich bin trotzdem ziemlich traurig, wie alles geendet hat."

Mit engem Verband am linken Knie versuchte Potapova noch das Unmögliche möglich zu machen. Doch es war ihr kein Punkt mehr vergönnt.

Potapova: "Wie eine zweite Mutter für mich"

Für Potapova war dies nach ihrem Erfolgslauf und dem Sieg über die Vorjahresfinalistin Amanda Anisimova ein schwerer Rückschlag. Alles schien angerichtet für ihren ersten Einzug in ein Major-Viertelfinale.

Trost wird sie sich auch bei ihrer neuen, alten Trainerin holen. Seit den US Open arbeitet Potapova nach einer achtjährigen Pause wieder mit ihrer Kindheits-Mentorin Irina Doronina zusammen. "Ich war ein bisschen verzweifelt, nachdem ich die Zusammenarbeit mit meinem Ex-Coach (Henner Nehles, Anm.) beendet hatte."

Dann hat sie sich an Doronina gewandt. "Sie ist wie eine zweite Mutter für mich und ich weiß, dass sie eine harte Arbeiterin ist. Ich habe entschieden, sie anzurufen, und es zahlt sich aus. Es ist, als wäre sie nie weg gewesen", erzählte Potapova schon nach ihrem Achtelfinaleinzug.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden