Umfrage

Ampel schwach: Stocker stürzt bei Kanzlerfrage ab

Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) beim Landesparteitag der Wiener ÖVP in Wien. © APA/MAX SLOVENCIK
Die Dreierkoalition wäre im Fall einer Neuwahl ohne Mehrheit - und jetzt verliert auch noch der oberste Chef an Rückhalt.
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Hartes Sparen, verkrampfte Verhandlungen und auch noch Streit von Wehrpflicht bis Gesundheit. In der aktuellen Umfrage der Lazarsfeld-Gesellschaft für oe24 (2.000 Befragte vom 22. 5. bis 2. 6., max. Schwankung 2,2 %) muss die Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS gleich mehrfach Rückschläge einstecken.

Die aktuelle Sonntagsfrage © Lazarsfeld

FPÖ bleibt der klare Spitzenreiter

Gut, die FPÖ verliert einen Prozentpunkt und rutscht von ihrem Rekordwert 38 % um ein Pünktchen auf 37 % ab, FPÖ-Chef Herbert Kickl wird das verkraften - die FPÖ ist inzwischen so stark wie ÖVP und SPÖ zusammen.

Video zum Thema

Die Umfrage der Woche | Isabelle Daniel


© oe24


Ampel fünf Mandate unter der Parlamentsmehrheit

Nun, der Ampel-Koalition geht es laut Lazarsfeld wirklich miserabel: Die ÖVP fällt wieder auf die 20-%-Marke zurück (-1), die SPÖ landet in dieser Woche mit ihrem Parteichef Andreas Babler überhaupt nur bei 17 %. Und die NEOS kommen auf 8 %, knapp, aber doch unter ihrem Wahlergebnis von 2024. Fazit: Die drei haben Glück, dass derzeit keine Neuwahl in Sicht ist, wenn eine solche wäre, kämen die drei Koalitionsparteien zusammen nur noch auf 87 Mandate, fünf Sitze zu wenig für eine Regierungsmehrheit. Und 23 Sitze weniger als bei der Wahl 2024.

Kanzlerfrage 4. 6. 2026

Stocker-Absturz bei der Kanzlerfrage

Was die Sache noch schlimmer macht: Alle Ampelchefs schwächeln auch bei der Kanzlerfrage. Nach einem kleinen Plus stürzt jetzt der regierende Kanzler Christian Stocker um gleich 4 Punkte ab, nur 12 % würden ihn jetzt direkt ins Kanzleramt wählen. Babler und Beate Meinl-Reisinger (NEOS) sind mit 8 bzw. 6 % schon fast unter der Wahrnehmungsgrenze. Weiter top auch hier: FPÖ-Chef Herbert Kickl.

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