Experten warnen

Schwarzer Hautkrebs: DIESE Berufe sind besonders gefährdet

Zwei Bauarbeiter mit Helmen arbeiten auf einer Holzbaustelle unter blauem Himmel.
© Getty Images
Menschen, die beruflich ständig mit Außenarbeiten beschäftigt sind, erkranken viel öfter an einem gefährlichen Melanom.
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Deutsche Dermatologen haben das in einer Studie mit Betroffenen gezeigt. Gefordert werden mehr Sonnenschutz und vor allem mehr Risikobewusstsein.

"Wer beruflich viel im Freien arbeitet, hat ein deutlich erhöhtes Risiko für Melanome im Gesicht. Gleichzeitig fehlt es vielen Betroffenen an Risikobewusstsein und systematischem Sonnenschutz. Das berichtet eine Heidelberger Arbeitsgruppe im Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (2026, DOI: 10.1111/ddg.15995)", schrieb jetzt das Deutsche Ärzteblatt.

Mehr als 400 Patientendaten analysiert

Die wissenschaftliche Arbeit ist bereits vor einiger Zeit erschienen. Susanne Dugas-Breit von der Universitäts-Hautklinik in Heidelberg und ihre Co-Autoren haben die Daten von 406 Melanompatienten aus den Jahren 2019 bis 2021 (jedes Krankheitsstadium bis hin zum fortgeschrittenen "Schwarzen Hautkrebs" mit Metastasen) analysiert. Im Mittel waren die Betroffenen 57 Jahre alt. Etwas mehr als die Hälfte waren Frauen.

Die Untersuchung zeigte eindeutig den Zusammenhang zwischen UV-Belastung und der gefährlichen Hautkrebserkrankung. "Bei diesen Patienten traten Melanome häufiger an sonnenexponierten Körperstellen auf. Auch die Häufigkeit von Melanomen im Gesicht war bei ihnen höher. Patienten mit Gesichtsmelanomen hatten doppelt so lange im Freien gearbeitet wie Patienten mit Melanomen an anderen Körperstellen, was auf einen Dosis-Wirkungs-Zusammenhang hindeutet", schrieben die Wissenschafter.

Mangelndes Problembewusstsein

Im Rahmen der Datenerhebung stellte sich auch besorgniserregende Unwissenheit bzw. mangelndes Problembewusstsein heraus. Die Dermatologen: "Insgesamt 229 Patienten (57 Prozent) waren sich vor der Diagnose der potenziellen Gefahren von UV-Strahlung nicht bewusst. Von den im Freien arbeitenden Patienten gaben nur drei (fünf Prozent) an, regelmäßig Sonnenschutzmittel zu verwenden, während 33 (56 Prozent) dies selten oder nie taten."

Die ultraviolette (UV-)Strahlung der Sonne gilt als der bedeutendste umweltbedingte Risikofaktor für die Entstehung von Melanomen. Die Melanom-Neuerkrankungsraten steigen weltweit an, wobei UV-Strahlung sowohl natürlichen als auch künstlichen Ursprungs eine zentrale Rolle in ihrer Entwicklung spielt.

"Bei Menschen, die täglich im Freien arbeiten, wird die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlene Maximaldosis an UV-Strahlung regelmäßig um das Fünffache überschritten. Umso wichtiger ist es, das Bewusstsein für die Risiken zu stärken und einfache Schutzmaßnahmen konsequent umzusetzen", wurde die Erstautorin der Studie, Susanne Dugas-Breit zitiert. Man geht davon aus, dass in Deutschland zwölf Prozent der Beschäftigten überwiegend im Freien arbeiten. Deren jährliche UV-Licht-Dosis ist dreimal höher als die von Menschen, die nicht mit Außenarbeiten beschäftigt sind.

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