Umbau

Beben im Management bei VW

Beleuchtetes VW-Logo im Kundenzentrum der Volkswagen-Zentrale in Wolfsburg bei Nacht.
© APA/AFP/RONNY HARTMANN
Volkswagen plant einen tiefgreifenden Umbau seiner Chefetagen. Im Mittelpunkt stehen neue Regeln für Boni, Leistung und Karriere.
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Nach Informationen der deutschen Bild will Volkswagen ab 2027 die variable Vergütung seiner Manager deutlich stärker an die individuelle Leistung koppeln. Das bisherige Bonussystem gilt demnach intern als zu wenig leistungsorientiert.

Beleuchtetes VW-Logo am Kraftwerksgebäude in Wolfsburg bei Sonnenuntergang.
© APA/AFP/RONNY HARTMANN

Boni nach Leistung

Künftig sollen nicht mehr allein Konzernkennzahlen oder allgemeine Zielvorgaben über Bonuszahlungen entscheiden. Maßgeblich soll sein, welchen persönlichen Beitrag einzelne Manager geleistet haben, welche Rolle sie übernommen haben und wie stark sie die Transformation vorangetrieben haben.

Besonders der individuelle Leistungsanteil am Bonus soll steigen. Bislang liegt dieser laut dem Konzept bei 13 bis 17 Prozent. Künftig sollen es 35 Prozent sein.

Schnellere Anreize geplant

Auch die langfristige variable Vergütung soll angepasst werden. Laut So soll ihr Anteil von bislang 50 bis 60 Prozent auf 40 Prozent sinken. Der Konzern wolle damit kurzfristig wirksamere Anreize schaffen.

Zusätzlich prüft Volkswagen einen eigenen Spar-Bonus. Dieser soll verhindern, dass Restrukturierungskosten die Motivation der Führungskräfte beeinträchtigen.

Neues Bewertungssystem

Für die Vergabe der Boni soll ein neues Bewertungssystem eingeführt werden. Es basiert auf den drei Säulen Zielerreichung, Verhalten und Wirkung.

Top-Manager sollen dabei über einen sogenannten Impact-Index zusätzlich hervorgehoben werden. Gute Leistungen und gutes Verhalten sollen mit Sternen bewertet werden.

Neues Karrieremodell

Außerdem plant Volkswagen neue Karriere-Regeln für Manager. Die bisherigen Führungskreise sollen durch ein Levelmodell ersetzt werden.

Im ersten Schritt sollen die weltweit 21.500 Managementpositionen auf 16.000 reduziert und auf vier Level verteilt werden. Rückstufungen sollen dabei möglich sein.

Für Level 1 sind 400 Top-Manager vorgesehen. Gemeinsam mit 1.200 Führungskräften aus Level 2 sollen sie das strategische Management übernehmen. Level 3 mit 3.600 Personen und Level 4 mit 10.800 Managern sollen für das operative Management zuständig sein.

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