Zornig

Brasilien-Ikone: "Würde Ancelotti vor Gericht bringen"

Ein Mann im Anzug steht vor der Spielerbank, im Hintergrund sitzen Fußballtrainer.
© APA/AFP/ODD ANDERSEN
Nach dem überraschenden WM-Achtelfinal-Aus Brasiliens gegen Norwegen steht Nationaltrainer Carlo Ancelotti massiv in der Kritik. Im Zentrum der Empörung stehen dabei die drastischen Aussagen der brasilianischen Fußball-Ikone Romario.
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Der Weltmeister von 1994 fordert den sofortigen Rauswurf des Italieners und bezeichnete das Ausscheiden als absolute Schande. Romarios Wut geht sogar so weit, dass er erklärte, er würde Ancelotti am liebsten vor Gericht bringen.

Hätte ihm zum Teufel gejagt

Er betonte unmissverständlich, dass dieser unter keinen Umständen Nationalcoach bleiben dürfe. Wäre Romário selbst Verantwortlicher des Verbandes gewesen, hätte er Ancelotti laut eigener Aussage nach der Niederlage noch in der Kabine zum Teufel gejagt und dessen Vertrag auf der Stelle zerrissen.

Die heftige Reaktion der Legende folgt auf das schlechteste WM-Abschneiden der "Selecao" seit 1990, welches für Brasilien das 24. Jahr ohne Titel markiert und zudem das wohl endgültige Ende von Neymars WM-Ambitionen bedeutet. Obwohl viele Fans nach der Enttäuschung ebenfalls die Entlassung des erst im Mai 2025 verpflichteten Startrainers fordern, weigert sich der Verband jedoch, den bis 2030 laufenden Vertrag aufzulösen. Nationalmannschafts-Koordinator Rodrigo Caetano stellte schützend klar, dass Ancelotti fest im Amt bleiben wird. Als Hauptgrund für das wiederholte Scheitern sieht der Verband nämlich die mangelnde Kontinuität in der Vergangenheit. Um zukünftig wieder erfolgreich zu sein, setzt Brasilien nun bewusst auf langfristige Stabilität unter Ancelotti – und ignoriert damit die lautstarken Forderungen von Ikonen wie Romario.

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