Aushängeschilder Norwegens neuer Generation sind Weltstars wie Erling Haaland und Martin Ödegaard sowie zahlreiche junge Offensivtalente.
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Kunstrasen für die Technik und Geduld
Dieser Erfolg basiert vor allem auf gezielten Investitionen in Infrastruktur und Nachwuchsarbeit. Zwischen 2000 und 2010 investierte das Land massiv in Kunstrasenplätze, was ein ganzjähriges, stark technikfokussiertes Training ermöglichte. In der darauffolgenden Dekade wurde die Jugendarbeit revolutioniert: Anders als im englischen System bleiben norwegische Kinder bis zum Alter von 13 bis 15 Jahren im Breitensport, anstatt extrem früh in Elite-Akademien zu wechseln. Das Ziel ist es, möglichst viele Spieler langfristig und durch spielnahe Szenarien auszubilden.
Familie nicht alles - aber viel
Ein weiteres Erfolgsgeheimnis ist die familiäre Prägung. Gleich sechs Spieler des WM-Kaders haben Väter, die selbst in den höchsten norwegischen Ligen spielten. Studien belegen, dass diese sogenannten "Nepo-Babys" enorm von einem Umfeld profitierten, in dem sie durch ihre Ex-Profi-Väter hochwertig gecoacht und unterstützt, aber kaum unter Leistungsdruck gesetzt wurden.
Eine kleine Schwäche der norwegischen Fußball-Revolution gibt es jedoch: Sie hat bisher fast ausschließlich erstklassige Angreifer, aber kaum außergewöhnliche Verteidiger hervorgebracht. Dennoch ist der Verband angesichts der Fülle an Talenten optimistisch, dass mit der Weltmeisterschaft ein neues "Goldenes Zeitalter" für Norwegens Fußball anbricht.
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