Glut-Hitze

Die Hitze-Uhr verrät, wann Sie wirklich lüften, essen und ruhen sollten

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Wenn die Temperaturen die 30-Grad-Marke überschreiten und die Luft in der Wohnung steht, wird jede Bewegung zur Qual. Viele begehen in der extremen Sommer-Hitze unbewusst Fehler, die den Körper massiv belasten und sogar gefährlich werden können. Wir verraten, wann Sie was tun sollten.
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Die große Hitze-Uhr: So kommen Sie gesund und fit durch den Hitzetag.

Morgens vor 7 Uhr: Kühle Luft rein und Hitze aussperren

Der wichtigste Trick gegen die drückende Wärme in den eigenen vier Wänden beginnt bereits in den frühen Morgenstunden. Lüften Sie Ihre Wohnung gründlich durch, solange es draußen noch kühler ist als drinnen – am besten vor sieben Uhr morgens. Sobald die Sonne auf die Fensterscheiben brennt, sollten alle Fenster geschlossen und Rollläden, Jalousien oder Vorhänge komplett zugezogen werden.

  • Lüften: Machen Sie am besten alle Fenster auf und sorgen Sie für einen kräftigen Durchzug.
  • Sonnenschutz: Ein außenliegender Sonnenschutz fängt die Hitze ab, bevor sie ins Glas eindringen kann.
  • Stoßlüften: Nach dem Duschen oder Kochen kurz stoßlüften, damit die Feuchtigkeit rasch abzieht.
  • Vierbeiner: Hundehalterinnen und Hundehalter sollten diese kühlen Morgenstunden für die große Gassirunde nutzen.
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Frühstück und Vormittag: Leicht essen und Erledigungen vorziehen

Ein guter Start in einen heißen Sommertag beginnt mit der richtigen Flüssigkeitszufuhr. Trinken Sie bereits zum Frühstück Wasser, verdünnte Fruchtsäfte oder ungesüßte Kräutertees – und zwar bevor sich der erste Durst bemerkbar macht. Zwei bis drei Liter über den Tag verteilt sind für Erwachsene an extremen Tagen das Minimum. Bevorzugen Sie leichte Kost wie Joghurt, Müsli, Vollkornbrot und frisches Obst.

Nutzen Sie die kühleren Vormittagsstunden gezielt für Einkäufe, Arztwege oder leichte Gartenarbeit. Wer draußen unterwegs ist, sollte sich bevorzugt im Schatten bewegen. Tragen Sie helle, lockere Kleidung, eine Sonnenbrille und eine schützende Kopfbedeckung. Unbedeckte Hautstellen müssen konsequent mit Sonnencreme geschützt werden – das gilt besonders für die empfindliche Haut von Kindern.

Mittag bis Nachmittag: Kleine Portionen und die Mittagshitze meiden

Zur Mittagszeit sollten Sie Ihren Körper nicht zusätzlich durch schwere, fettige Mahlzeiten belasten. Ideal sind Salate, gedünstetes Gemüse, kalte Suppen oder frisches Obst mit hohem Wassergehalt wie Wassermelonen und Gurken. Verzichten Sie tagsüber völlig auf Alkohol, da dieser den Kreislauf stark belastet und dem Körper wichtige Flüssigkeit entzieht.

In der intensivsten Sonnenphase zwischen 11 und 16 Uhr gilt es, das Alltags-Tempo spürbar zu drosseln. Bleiben Sie nach Möglichkeit in kühlen Innenräumen oder im tiefen Schatten. Körperlich anstrengende Aktivitäten oder Sport im Freien sollten jetzt strikt pausieren.

  • Abkühlung: Legen Sie feuchte, kühle Tücher in den Nacken oder auf die Unterarme.
  • Fußbad: Ein lauwarmes Fußbad bringt schnelle Erleichterung für den gesamten Kreislauf.
  • Vorsicht beim Duschen: Vermeiden Sie eiskaltes Wasser. Dieses verengt die Gefäße und sorgt dafür, dass Sie danach nur noch mehr schwitzen.
  • Ventilatoren: Nutzen Sie Ventilatoren mit ausreichendem Abstand und richten Sie den Luftstrom niemals direkt auf Babys oder geschwächte Personen.
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Abend und Nacht: Erholung und sicheres Abkühlen

Auch wenn die Sonne am Abend langsam untergeht, speichern Straßen, Asphalt und Gebäude die Hitze noch über viele Stunden hinweg. Die zweite Gassirunde mit dem Hund sollte daher erst stattfinden, wenn der Boden spürbar abgekühlt ist. Testen Sie den Asphalt vor dem Losgehen mit dem Handrücken – ist er zu heiß für Sie, ist er auch zu heiß für die Pfoten Ihres Haustieres.

Essen Sie auch am Abend nur leichte Kost und vermeiden Sie langes Kochen oder Backen, um die Wohnung nicht zusätzlich aufzuheizen. Erst wenn die Außentemperatur unter die Innentemperatur sinkt, dürfen die Fenster wieder weit geöffnet werden. Vor dem Schlafengehen hilft eine lauwarme Dusche, um den Körper sanft auf die Nachtruhe vorzubereiten. Verwenden Sie leichte Bettwäsche aus Baumwolle oder Leinen.

Warnsignale: Wann die Hitze für den Körper gefährlich wird

Wenn der Organismus mit den extremen Temperaturen überfordert ist, sendet er deutliche Warnsignale. Bei Symptomen wie heftigen Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Muskelkrämpfen, einem plötzlichen Hitzekopf oder extremer Erschöpfung müssen Sie sofort reagieren.

Bringen Sie die betroffene Person umgehend in den Schatten, lagern Sie die Beine leicht hoch und führen Sie schrittweise kühle Getränke zu – sofern die Person vollständig ansprechbar ist. Bei Bewusstlosigkeit, anhaltender Verwirrtheit oder Verdacht auf einen Hitzschlag wählen Sie bitte ohne Zögern den Notruf der Rettung (144). Achten Sie besonders auf Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere und ältere Menschen, da diese Personengruppen extrem empfindlich auf Hitze reagieren.

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