WM-Halbfinale

England droht zu zerbrechen

Ein englischer Fußballspieler im weißen Trikot mit der Nummer 4 auf dem Spielfeld.
© Getty Images
Gleich drei wichtige Stützen sind fraglich
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Es ist das wichtigste Spiel des Jahres (bis jetzt), es geht um nicht weniger als den Einzug ins WM-Finale. Doch England-Coach Thomas Tuchel dürften Sorgenfalten plagen. Sein Team pfeift in der Defensive aus dem letzten Loch, gleich drei Stützen stehen auf der Kippe. Werden sie rechtzeitig fit genug?

Mittelfeld-Alleskönner Declan Rice musste schon im Viertelfinale zur Halbzeit raus, weil ihn ein Darm-Infekt plagt. Noch scheint dieser nicht überwunden. Ab der 71. Minute übernahm Reece James die Position, der gelernte Außenverteidiger wird aber eigentlich auf rechts gebraucht und ist selbst nicht fit. Jarell Quansah ist noch rotgesperrt. In der Defensive kämpft zudem Marc Guehi mit dem Oberschenkel. Alle können nicht ersetzt werden, manch einer wird also unfit performen müssen.

WM-Klassiker ums Finale

Die "Three Lions" wollen den Traum vom ersten Titel seit 1966 am Leben halten, die "Albiceleste" den vorletzten Schritt zur erfolgreichen Titelverteidigung tätigen.

Argentinien weist in bisher fünf WM-Halbfinals eine makellose Bilanz auf, schaffte jedes Mal den Finaleinzug. Dieser gelang England nur 1966, danach scheiterten die "Three Lions" 1990 und 2018 jeweils in der Vorschlussrunde. Der Weg unter die besten Vier bei der Endrunde in Nordamerika verlief für beide Fußball-Großmächte alles andere als souverän.

Spielerisch überzeugten weder England noch Argentinien durchgehend, bewiesen in der K.-o.-Phase aber enorme Widerstandsfähigkeit. Die "Three Lions" mussten gegen Kongo, Mexiko und Norwegen immer wieder Rückschläge verkraften. Besonders der jüngste 2:1-Erfolg nach Verlängerung gegen Norwegen ging an die Substanz. "Sie weigern sich einfach aufzugeben. Sie akzeptieren keine Niederlage", sagte Teamchef Thomas Tuchel. Gleichzeitig verlangte der Deutsche eine spielerische Steigerung: "Wir haben einen Weg gefunden und stehen im Halbfinale. Aber wir können und müssen besseren Fußball spielen."

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