Gescheitert

Nach WM-Aus: Jetzt spricht Mbappé

Zwei Fußballspieler, einer im weißen Spanien-Trikot, einer im blauen Frankreich-Trikot, auf dem Spielfeld.
© APA/AFP/FRANCK FIFE
Frankreichs Traum vom Titel ist geplatzt. Nach der Pleite im WM-Halbfinale herrscht große Enttäuschung. Nun sprechen die Stars Klartext.
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Frankreich verlor das erste WM-Halbfinale gegen Spanien mit 0:2 und scheidet damit aus. Die Enttäuschung bei den französischen Stars um Kylian Mbappé (27) sitzt tief. Beim französischen Privatsender "M6" sprach der Kapitän der Équipe Tricolore Klartext über das bittere Ausscheiden.

Mbappé spricht über Fehler

Der Superstar analysierte die Leistung kritisch. Er sagte:

"Ich denke, wir haben nicht das Spiel gemacht, das wir machen wollten, weder taktisch noch technisch noch in Bezug auf das Gesamtlevel, das wir gezeigt haben. Und wenn du in einem WM-Halbfinale nicht das machst, was du machen sollst, gewinnst du nicht." Für die französische Nationalmannschaft bricht damit ein großer Traum zusammen. Der Angreifer fügte hinzu: "Es war ein Traum für uns, ins Finale zu kommen, unserem Land die Möglichkeit zu geben, weiter zu träumen und Geschichte zu schreiben. Wenn man gewinnt, gewinnt man mit erhobenem Haupt, also muss man, wenn man verliert, auch mit erhobenem Haupt verlieren."

Offensive bleibt völlig blass

Im Giganten-Duell enttäuschte Frankreich auf ganzer Linie. Von der so furios aufspielenden Offensiv-Reihe um Mbappé, Olise und Dembélé war das gesamte Spiel über nichts zu sehen. Bezeichnend für die Harmlosigkeit: Zwischenzeitlich hatte das Team nur einen xGoal-Wert von 0,04 – Torgefahr war quasi nicht existent.

Spanien war taktisch überlegen

Rayan Cherki, der in der 72. Minute für den schwachen Olise eingewechselt wurde, äußerte sich im Nachgang ebenfalls zum Aus: "Ich habe versucht, das Spiel zu drehen. Ich glaube nicht, dass es am Willen mangelte. Taktisch waren sie besser aufgestellt, wir haben versucht, diese Probleme zu lösen, aber es hat nicht gereicht. Wir stehen im WM-Halbfinale, da zählt natürlich jedes Detail, und die Enttäuschung ist riesig." Er fuhr fort: "Als ich eingewechselt wurde, hatte ich nicht den Eindruck, dass die Spanier überlegen waren. Als ich aber auf der Bank saß, stimmte es schon, dass sie den Ball gut laufen lassen und ihr eigenes Tempo spielen. Sie spielen so, wie sie es gerne tun. Wir haben nicht so gespielt, wie wir es gerne tun. Das haben sie bisher gespürt. Wenn wir unser Spiel spielen, ist es außergewöhnlich. Wirklich außergewöhnlich. Aber heute haben sie so gespielt, wie sie es wollten, und wir nicht." Er schloss seine Analyse mit klaren Worten ab: "Ich weiß nicht, ob uns die Lösungen oder der Wille fehlte. Sie waren uns einfach überlegen, was die Balleroberung anging, genau das hat uns gefehlt." Damit endet die Reise für den Titelfavoriten vorzeitig.

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