Heiße Duelle

Ein Länder-Kampf mit langer WM-Tradition

Maradonas "Hand-Gottes"-Trikot wird versteigert
© Getty
Argentinien und England verbindet eine lange und hitzige WM-Vergangenheit.
OE24 auf Google bevorzugen

Rund 11.855 Kilometer trennen die Hauptstädte des südamerikanischen Argentinien und des europäischen England. Was der Pazifische Ozean geografisch voneinander trennt, führt der Fußball auf der großen Bühne immer wieder in historischen Schlachten zueinander.

Direkte Duelle am Weg zu beiden WM-Titeln

Bereits 14 Mal standen sich die Three Lions und die Albiceleste in ihrer langen Geschichte gegenüber, mit sechs Siegen zu fünf haben die Europäer die Nase leicht vorne. Mehr als ein Drittel der Duelle, nämlich fünf an der Zahl, fanden bei Weltmeisterschaften statt.

Zum ersten Mal im Jahr 1962 vor nur 9.794 Zuschauern in Chile, in Gruppe 4 gab es einen 3:1-Erfolg Englands. Treffer erzielten klingende Namen wie der spätere Sir Bobby Charlton. Der Grundstein für die Rivalität wurde aber erst vier Jahre später gelegt.

Die Briten waren auf dem Weg zu ihrem ersten und einzigen WM-Titel, im Viertelfinale standen die Gauchos im Weg. Vor zehnmal so vielen Fans erzielte Sir Geoff Hurst in der 78. Minute das 1:0-Goldtor gegen dezimierte Argentinier. Erst 20 Jahre später sollte man sich bei einer WM wiedersehen, dann aber so richtig.

England bejubelt das Tor gegen Argentinien bei der WM 1966
England bejubelt das Tor gegen Argentinien bei der WM 1966 © Mirrorpix via Getty Images

Maradona glänzt allen Fouls zum Trotz

Das schönste Solo der WM-Geschichte, die "Hand Gottes", dieser Kampf brachte viele Geschichten hervor. 90 Minuten versuchten die Engländer, den Falkland-Krieg am Feld fortzuführen und damit Diego Maradona in Grund und Boden zu treten. Doch an diesem Tag und bei diesem Turnier sollte er unzerstörbar bleiben, das 2:1 ebnete diesmal der anderen Seite den Weg zum Titel.

Terry Fenwick foult Diego Maradona 1986
Terry Fenwick foult Diego Maradona 1986 © Hulton Archive

Nächstes Highlight 1998: Diesmal im Achtelfinale, wieder fiel ein Engländer ruppig auf. David Beckham sah nach einem Tritt gegen Diego Simeone Rot, sein Team rettete sich mit 2:2 ins Elfmeterschießen, das aber verloren ging.

Zum bislang letzten WM-Duell kam es nur vier Jahre später in der Gruppe F. Beckham rehabilitierte sich mit dem 1:0-Goldtor per Elfer, die Gauchos schieden in der Vorrunde aus.

Was folgt also im 6. Duell?

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden