Ein großartig aufgelegter Fußball-Europameister Spanien ist am besten Wege, sich bei der Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko auch den Weltmeistertitel einzuverleiben. Am Dienstag entzauberten die Iberer in Dallas die bisher so souveränen Franzosen und lösten mit einem 2:0-(1:0)-Sieg als erstes Team das Finalticket. Dort wartet am Sonntag (21.00 Uhr MESZ) in New Jersey der Gewinner des Mittwochduells (21.00) zwischen England und Titelverteidiger Argentinien.
Highlights: Spanien vs. Frankreich
© ORF
Mikel Oyarzabal (30.) per Foulelfer und Pedro Porro (58.) trafen für eine in allen Belangen sattelfeste und abgeklärte spanische Elf, die damit zum zweiten Mal nach 2010, als man das Double holte, im Endspiel steht. Frankreich hingegen verpasste den dritten WM-Finaleinzug en suite. Superstar Kylian Mbappe blieb zum erst zweiten Mal im siebenten WM-Spiel ohne Treffer und hält vor der Partie um Platz drei am Samstag so wie Argentiniens Lionel Messi weiter bei acht Treffern.
"Heute sind wir einer der besten Nationalmannschaften der Welt begegnet - doch ihnen stand die beste Mannschaft der Welt gegenüber. Das ist der Unterschied", sagte Spaniens Coach Luis de la Fuente. "Diese Spieler haben sich alles verdient. Sie lassen das Schwierige mühelos aussehen." Porro, der schon im Sechzehntelfinale gegen Österreich getroffen hatte, wurde zum Spieler des Spiels gewählt. "Ich finde, wir haben ein großartiges Spiel gemacht und heute alles umgesetzt, was nötig war, um das Finale zu erreichen. Nicht einmal in meinen kühnsten Träumen hätte ich mir das vorstellen können", betonte der 26-Jährige.
Kritik am Schiri
Frankreich schoss sich hingegen auf den Schiri ein. Didier Deschamps hat nach dem 0:2 deutliche Kritik an Referee Ivan Barton aus El Salvador geübt. Vor allem ein Elfmeterpfiff für Spanien vor der Pause sorgte bei den Franzosen für Unmut.
Unmittelbar nach dem Schlusspfiff stellte Deschamps die Eignung des Referees für ein WM-Halbfinale infrage. "Es gibt eine Frage, auf die ich keine Antwort habe: Hat der Schiedsrichter das Niveau für ein Halbfinale der Weltmeisterschaft? Ich werde auf die Frage nicht antworten."
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Auf der Pressekonferenz legte der Weltmeister-Coach von 2018 nach. "Vor der Pause gab es einige Entscheidungen, die mehr als fragwürdig waren." Mit dem vierten und fünften Offiziellen habe er sich dagegen normal austauschen können. Diese hätten laut Deschamps einige Situationen ähnlich bewertet wie er. Er wiederholte seine Kritik mit den Worten: "War der Schiedsrichter heute eines WM-Halbfinals würdig? Ich werde die Frage nicht beantworten."
Spanien gegen Frankreich
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Trotz der Schiedsrichterschelte räumte Deschamps ein, dass Spanien den Sieg verdient hatte. "Wir hatten Schwächen und Fehler. Pässe, die zu Chancen führen sollten, kamen nicht an. Wir mussten akzeptieren, dass wir heute nicht gut waren." Sein Team sei technisch unterlegen gewesen und habe den Spaniern zu wenig Probleme bereitet. "Zuerst einmal war es unsere Schuld, ich will keine Ausreden suchen."
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